Häcksler ist 550 PS stark: Maisernte war logistische Herausforderung

Maisernte: Holger Theis hat für den Landwirt Olaf Fackiner (kleines Bild, hinten) aus Dainrode gehäckselt. Bei der Ernte waren auch Bastian Kruse und Klaus Jäger dabei. Fotos: Rösner

Waldeck-Frankenberg. Die Maisernte in Waldeck-Frankenberg ist abgeschlossen, nur knapp fünf Prozent der Felder stehen noch.

Wenn der Lohnunternehmer Holger Theis mit seinem Häcksler anreist, dann zählt’s. Die Maisernte läuft auf Hochtouren. Olaf Fackiner engagiert seinen Schwager, und abwechselnd bringen sie mit ihren Schleppern die bis zu 15 Tonnen Mais fassenden Wagen zum Feld oberhalb des landwirtschaftlichen Betriebes in Dainrode.

Insgesamt baut der Landwirt aus dem Frankenauer Ortsteil 75 Hektar Mais an. Zum Häckseln ist er auf die 550-PS-starke Maschine von Holger Theis aus Speckswinkel im Landkreis Marburg-Biedenkopf angewiesen. „Das Wetter spielt mit, deshalb bin ich ziemlich entspannt“, sagte Olaf Fackiner während der sonnigen Tage, als gehäckselt wurde. Beim Zusammenspiel von Häcksler und Traktoren mit Anhängern handele es sich aber immer um eine „logistische Meisterleistung“. Ein Rad muss ins andere greifen, nichts soll dazwischen kommen.

Jetzt ist die Ernte abgeschlossen, nur knapp fünf Prozent der Maisfelder in Waldeck-Frankenberg stehen noch. Dieser geringe Anteil wird nach Angaben des Bauernverbandes Frankenberg erst Ende Oktober/Anfang November als Körnermais gedroschen.

Olaf Fackiner erntet wie die allermeisten Bauern die ganze Maispflanze, die als Futter für Rinder einsiliert wird. Wegen der Trockenheit im Frühjahr und Sommer haben die Bauern teils hohe Ertragseinbußen (HNA berichtete). „Letztes Jahr gab es aber eine sehr gute Ernte“, berichtet Olaf Fackiner. Daher könne er glücklicherweise auf Reserven zurückgreifen.

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