Angeklagter schlug 24-Jährigen mit Bierkrug zu Boden

Löhlbach. Beim Oktoberfest in Löhlbach hat ein 28-Jähriger dem Exfreund seiner Freundin mit einem Bierkrug mindestens zweimal auf den Kopf geschlagen.

Dafür ist der Mann aus dem Frankenberger Land zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten - ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung - verurteilt worden.

Der Krankenpfleger gab in der Verhandlung vorm Frankenberger Amtsgericht die Tat zu, die sich am Ende des Festes, bei dem viel Bier konsumiert worden war, gegen 2.30 Uhr ereignete. Seine Freundin (19), die an der Theke Gläser spülte, habe sich bei ihm über das Verhalten ihres Ex-Freundes beschwert. Der 24-Jährige habe sie mehrfach beschimpft und höre nicht damit auf, habe sie gesagt.

Deshalb wollte der Angeklagte den Mann, der an der Theke stand, zur Rede stellen. Er sei zu ihm hingegangen und habe dann aber - dem Alkoholkonsum geschuldet - spontan und unüberlegt dem 24-Jährigen mit einem Halb-Liter-Krug auf den Kopf geschlagen.

Der ging zu Boden. Es entstand ein Tumult, bei dem mehrere Tische umfielen. Er erlitt eine Schädelprellung und zwei Schnittwunden, die mit insgesamt 13 Stichen genäht werden mussten.

Der 24-Jährige bestritt vor Gericht zunächst, dass er seine Ex-Freundin beschimpft habe, räumte nach Zeugenaussagen später aber ein, dass er dies nicht ausschließen könnte. Vorausgegangen waren Verwarnungen von Richterin Andrea Hülshorst und der Staatsanwaltschaft. Wenn er Falschaussagen mache oder Wesentliches weglasse, werde er rechtlich belangt, wurde er belehrt.

Er hatte anfangs seine Aussage über die Vorgänge mit ganz knappen Angaben belassen wollen: „Ich stand vor der Theke, habe ein Getränk bestellt, da habe ich etwas auf dem Kopf gespürt.“ Die Richterin dazu: „Veralbern kann ich mich selbst.“ (mab)

Was die 19-jährige Ex-Freundin aussagte und wie die Richterin ihr Urteil begründete, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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