Familien durften zusammensitzen

Beten ja, singen nein: Erste Präsenzgottesdienste in Waldeck-Frankenberg

Gemeinsam beten: Der erste Präsenzgottesdienst in der Kirchengemeinde Hohes Lohr seit Mitte Dezember fand am Sonntag in der Kirche in Löhlbach statt. Die Hygieneregeln wurden konsequent eingehalten, nur Familien durften zusammensitzen. Den Gottesdienst hielt Pfarrerin Beate Ehlert.
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Gemeinsam beten: Der erste Präsenzgottesdienst in der Kirchengemeinde Hohes Lohr seit Mitte Dezember fand am Sonntag in der Kirche in Löhlbach statt. Die Hygieneregeln wurden konsequent eingehalten, nur Familien durften zusammensitzen. Den Gottesdienst hielt Pfarrerin Beate Ehlert.

Erste Präsenzgottesdienste fanden am Sonntag in einigen Waldeck-Frankenberger Kirchen statt.

Löhlbach – „Schön, dass sie heute alle gekommen sind an diesem sonnigen, aber kalten Sonntagmorgen.“ So begrüßte Pfarrerin Beate Ehlert am Sonntag Vormittag die Besucher des Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche in Löhlbach im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Am dritten Sonntag in der Passionszeit fanden erste Präsenzgottesdienste im Landkreis statt – auch bei der Kirchengemeinde Hohes Lohr, der erste Präsenzgottesdienst seit knapp drei Monaten.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Präsenzgottesdienste bis zum 28. Februar ausgesetzt worden. Zu dem Gottesdienst durfte die Seelsorgerin rund 30 Christen begrüßen, darunter auch einige junge Konfirmanden.

Beten ja, singen nein – die Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie wurden strikt eingehalten. Für die Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht sorgte Küsterin Gerlinde Müller, schon am Eingang konnten die Gottesdienstbesucher die Hände desinfizieren. Die Vorgaben zum Infektionsschutz beim Gottesdienst wurden genauestens eingehalten, nur jede zweite Reihe war geöffnet. Auch in den Sitzbänken wurde der Abstand eingehalten, Familien durften aber zusammensitzen. Die Orgel mit Liedern wie „All Morgen ist ganz frisch und neu“ oder „Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ spielte Ulrike Ritter – die Besucher konnten die Melodien nur hören, mitsingen war nicht gestattet.

Orgelmusik: Ulrike Ritter begleitete den Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Löhlbach an der Orgel. Die Besucher konnten die Melodien nur hören, mitsingen war nicht gestattet.

Ihre Worte an die Gemeinde richtete die Pfarrerin aus dem 34. Psalm: „Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr und errettet sie aus all ihrer Not.“ Der Gerechte müsse leiden, aber der Herr helfe ihm aus aller Not.

„Wir leben zwischen Gut und Böse, zwischen dem Wunsch zu leben und zu lieben“, predigte die Seelsorgerin. „Aber den richtigen Weg zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach“, spielte sie auch ein wenig auf die aktuelle Situation bei der Bewältigung der Pandemie an. Deshalb bat sie Gott: „Lass Du uns den richtigen Weg finden, den Du für uns bereitet hast.“

Info: Auch in den nächsten Wochen soll es in den vier Kirchen der Kirchengemeinde Hohes Lohr jeden Sonntag ab 10 Uhr einen Präsenzgottesdienst geben: Am 14. März in Haina-Kloster, am 21. März in Dodenhausen, am 28. März in Battenhausen und am Gründonnerstag, 1. April, wieder in Löhlbach.  mjx

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