Arbeit ist "ein Riesenaufwand"

In Dodenhausen qualmt wieder ein Kohlen-Meiler

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Endlich geschafft: Die erste Rauchsäule steigt aus der Quandel des Meilers. Volker Geise (links), Ludwig Hofmeister und Manfred Wickert (auf der Leiter) auf dem entzündeten Kohlenmeiler.

Dodenhausen. „Ach wer hätte das gedacht, dass man aus Holz noch Kohle macht. Schon dreitausend Jahre gibt es die Männer, die aus Eichen und Buchen viele solche Meiler schufen“.

So heißt es in einer alten Köhlerballade. Und so erleben es derzeit wieder einmal die Dodenhäuser. Am Freitagnachmittag entzündeten sie einen Meiler am Kummerwäldchen.

Volker Geise, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Dodenhausen und verantwortlich für den Meiler, dankte allen Helfern. Zum vierten Mal seit 2003 baute der Verein einen Kohlenmeiler auf – immer im vierjährigen Rhythmus, schilderte Geise. Er erläuterte, dass es bis zum Zweiten Weltkrieg im Wald rund um das Dorf üblich gewesen sei, die Köhlerei zu betreiben. Noch heute könne man die Plätze, wo die Meiler gestanden hatten, finden.

„So ein Meiler ist ein Riesenaufwand“, sagte er. 22 Raummeter Holz mussten dafür herangeschafft und fachmännisch aufgestapelt werden. Acht bis 15 Helferinnen und Helfer legten fünf Abend lang von 18 bis 22 Uhr tatkräftig Hand an, um das mehrere Meter hohe Gebilde unter Anleitung von Köhlermeister Werner Otto entstehen zu lassen. (zoh)

Mehr über den Luftschacht (Quandel) in der Mitte, die Abdeckung des Holzgebildes mit Erde (Totenkleid), über die Entzündung des Meilers und das Ablöschen in acht bis zehn Tagen lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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