Schäden am Kirchturm

Die Fachwerkkirche Mohnhausen wird saniert

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Eingerüstet: Der Turm der Mohnhäuser Fachwerkkirche wird saniert. 

Mohnhausen. In den Turm der Fachwerkkirche von Mohnhausen ist Feuchtigkeit eingedrungen und hat das Gebälk beschädigt. Die schadhaften Balken werden nun ausgetauscht.

Wer in der Bunstruth unterwegs ist, sieht sie schon von weither: Die Mohnhäuser Fachwerkkirche mit Jugendstilelementen ist ein Schmuckstück. Das meint nicht nur Pfarrer Hilmar Jung. Er führt oft interessierte Besuchergruppen durch die 1911 erbaute Kirche. Die Fachwerk-Architektur hat aber auch ihre Tücken. Mehrfach waren Sanierungsarbeiten nötig.

Pfarrer Jung sowie die langjährigen Kirchenvorstands- mitglieder Heinrich Ernst und Wilhelm Happel können davon ein Lied singen. Aktuell wird der Kirchturm saniert, weil Feuchtigkeit eingedrungen ist. Die Fachfirma Büse-Bauwerksanierung aus Brakel hat am Montag begonnen, die defekten Balkenteile auszutauschen.

105 000 Euro sind für die Renovierung veranschlagt. „Ein Großteil davon kostet alleine das Gerüst“, sagt Pfarrer Jung. Er und die beiden Kirchenvorstände freuen sich, dass die Kirchengemeinde diesmal hohe Zuschüsse bekommt: 50 000 Euro vom Kirchenkreis, 18 000 Euro vom Landkreis, 15 000 Euro von der Denkmalpflege. Die restlichen 22 000 Euro kommen aus der Baurücklage des Gemeindebezirks Mohnhausen. Der Bezirk gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Gemünden-Bunstruth.

Ohne wesentliche Zuschüsse wurden laut Jung vorausgehende Arbeiten gestemmt: die Überarbeitung der Fensterverglasung und eine komplette Außen-Sanierung in den 1990er-Jahren sowie die Sanierung der vom Holzwurm befallenen Holzdecke im Innern vor einigen Jahren.

Am längsten begleitet bereits der Römershäuser Heinrich Ernst die Arbeiten an der Kirche. Er war 24 Jahre lang im Kirchenvorstand tätig – bis er vergangenen Sonntag feierlich aus dem Gremium verabschiedet wurde, ebenso wie der Mohnhäuser Wilhelm Happel, der zwölf Jahre lang dem Gremium angehörte. Die jetzige Sanierung haben sie mit vorbereitet – unterstützt von Heinrich Jammer vom Bauausschuss des Kirchenkreises, der kürzlich ebenfalls aus dem Amt ausschied. Geplant ist, dass die Arbeiten Ende November abgeschossen werden.

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