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Großbrand in Battenhausen: Schaden von 175.000 Euro

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Von: Jörg Paulus

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Beim Brand eines Mehrfamilienhauses am Dienstagmorgen in Battenhausen ist ein Sachschaden von etwa 175 000 Euro entstanden. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz – rechts im Bild warten Atemschutzgeräteträger auf ihren Einsatz im Inneren des Hauses.
Beim Brand eines Mehrfamilienhauses am Dienstagmorgen in Battenhausen ist ein Sachschaden von etwa 175.000 Euro entstanden. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz – rechts im Bild warten Atemschutzgeräteträger auf ihren Einsatz im Inneren des Hauses. © Paulus, Jörg

Bei einem Wohnhausbrand in Haina-Battenhausen ist ein Sachschaden von etwa 175.000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand, der Frost hat aber die Löscharbeiten erschwert.

Battenhausen - +++ aktualisiert am 13.12. um 16.35 Uhr +++ Aufregung am Dienstagmorgen in Battenhausen: Ein Haus in der Hauptstraße des kleinen Hainaer Ortsteils brennt, Flammen schlagen aus dem Dach. Gegen 7.45 Uhr wird die Feuerwehr alarmiert. Die Lage wird schnell von F2 auf F3 erhöht – auf einen größeren Wohnhausbrand. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses können es unverletzt verlassen oder sind schon nicht mehr zuhause, als das Feuer im Dachgeschoss ausbricht.

Thomas Bahr, Gemeindebrandinspektor von Haina und Einsatzleiter an dem Morgen, spricht von einem Kaminbrand. „Es ist im Bereich des Möglichen, dass das Feuer durch Fahrlässigkeit oder durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde“, sagt Polizeisprecher Manuel Luxenburger unserer Zeitung am Nachmittag.

Etwa 80 Feuerwehrleute rücken nach und nach in Battenhausen an, das halbe Dorf steht voll mit Einsatzwagen der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes. Aus der Großgemeinde sind die Feuerwehren aus Haina, Battenhausen, Halgehausen, Löhlbach und Dodenhausen da, sie werden von Kollegen aus Gemünden und Bad Wildungen unterstützt.

Angriff mit Drehleiter und Stemschutz

Über die Wildunger Drehleiter öffnen Feuerwehrleute das Dach, unten bilden die Einsatzkräfte zwei Abschnitte, um den Brand von zwei Seiten zu bekämpfen. „Das hat gut geklappt“, berichtet Thomas Bahr später. „So konnte verhindert werden, dass das Haus komplett zerstört wurde. Unten im Erdgeschoss haben mehrere Räume nichts abbekommen.“ Laut Polizei ist die Brandwohnung aber nicht mehr bewohnbar.

13 Trupps mit Atemschutz sind vor Ort, sie wechseln sich beim Innenangriff ab. Die Feuerwehr Frankenberg kommt zwischendurch mit frischen Atemschutzgeräten nach Battenhausen.

Die Gemeinde Haina saniert derzeit den Hochbehälter Battenhausen, das Löschwasser wird aber diesmal nicht knapp – anders als am 18. November, als die Battenhäuser Jausenstation komplett abbrannte. „Es wurde längst nicht so viel Wasser gebraucht wie bei der Jausenstation“, sagt Bürgermeister Alexander Köhler. Und zu Beginn der Löscharbeiten sei glücklicherweise der erhöhte Wasserverbrauch beim morgendlichen Duschen schon erfolgt gewesen.

Frost ist Problem für Löscharbeiten

Allerdings ist der Frost an dem Morgen – in Battenhausen sind es minus zehn Grad – ein Problem für die Feuerwehr. „Einige Schläuche sind eingefroren“, berichtet Thomas Bahr und dankt den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde, die schnell da sind und Straßen und Höfe streuen, damit niemand auf gefrorenem Wasser ausrutscht.

Brand in Battenhausen: Mitarbeiter der Gemeinde Haina streuen die Straßen und Höfe rund um die Einsatzstelle, damit niemand auf gefrorenem Löschwasser ausrutscht.
Brand in Battenhausen: Mitarbeiter der Gemeinde Haina streuen die Straßen und Höfe rund um die Einsatzstelle, damit niemand auf gefrorenem Löschwasser ausrutscht. © Paulus, Jörg

Das DRK ist mit einem Verpflegungsteam vor Ort, es gibt heiße Getränke und Essen für die Helfer. Angesichts der Kälte wird das vom Brandort nur 50 Meter entfernte DGH für die Feuerwehrleute geöffnet.

Die Löscharbeiten sind um 13 Uhr beendet, die Brandwache bleibt noch bis 15 Uhr. Die Kriminalpolizei aus Korbach ermittelt nun zur Brandursache. Sie schätzt den Sachschaden auf 175.000 Euro.

Auch die Ursache des Brandes der Jausenstation in Battenhausen vor vier Wochen stehe noch nicht fest, sagt Polizeisprecher Manuel Luxenburger am Dienstagnachmittag auf unsere Anfrage. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen. Die Gaststätte war komplett zerstört worden. Dabei war laut Polizei ein Schaden von rund 300.000 Euro entstanden.

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