Halgehäuser freuen sich auf neue Fußgängerbrücke

An der Schweinfe: Anwohner Günter Ochse (links) und Ortsvorsteher Helmut Vaupel zeigen, an welcher Stelle die abgerissene Fußgängerbrücke in Halgehausen durch eine neue ersetzt werden soll. Hinten links der Spielplatz, rechts der Bauernhof Ochse. Foto: Biedenbach

Halgehausen. Den Halgehäusern ist die Fußgängerbrücke über die Schweinfe wichtig - so wichtig, dass sie ihr zu Ehren sogar ein Fest veranstalten.

Seit einem Jahr müssen die Bewohner des Hainaer Ortsteils auf den Übergang verzichten und können das „Gässelchen“, das vom Ortskern hinüber zur Bushaltestellen an der Durchgangsstraße führt, nicht nutzen.

Im Frühjahr 2014 war die Holzbrücke abgerissen worden, schildert Ortsvorsteher Helmut Vaupel der HNA. Dabei war das Bauwerk erst 1995 errichtet worden. Es ersetzte eine alte Betonbrücke und war ein Beitrag zur Aufwertung des Ortsbildes für die 800-Jahr-Feier im Jahr 2000.

Doch die Balken fingen schon bald an zu faulen und wurden durch verzinkte Gitterplatten ersetzt. Im vergangenen Jahr stellte man fest, dass die komplette Brücke marode war, und riss sie ab.

Seitdem können die Bewohner nicht mehr die Abkürzung über das Gässelchen nutzen. Das betrifft laut Ortsvorsteher Vaupel vor allem die Kinder auf dem Weg zum Schulbus. Die vermissen die Brücke, die direkt am Spielplatz liegt, aber auch noch aus anderen Gründen: Oft fütterten sie von der Brücke aus die Fische in der Schweinfe. Und auch den Hühnern und Gänsen vom benachbarten Bauernhof Ochse warfen sie Futter zu.

Am liebsten versorgten sie den jungen Schwan der Familie Ochse, der den Namen Freddy trägt. Dass Freddy ein Weibchen ist, stellten die Ochses erst nach einer Weile fest, als das Tier ein Ei gelegt hatte, schildert Bauer Günter Ochse.

Eine neue Brücke über die Schweinfe ist in Arbeit. Der Hainaer Gemeindevorstand hat jetzt den Auftrag an die Firma Mütze aus Altenhaina vergeben. Sie wird für 10.000 Euro eine Metallbrücke anfertigen.

Wann sie fertig sein wird, steht noch nicht fest. Aber am kommenden Samstag, 18. April, ab 13 Uhr veranstalten Ortsbeirat und die örtlichen Vereine ein Brückenfest. Damit reagieren sie laut Ortsvorsteher auch auf Kritik, dass die Ausgaben für eine neue Brücke eingespart werden könnte. Der Umweg über die Straße sei den Bewohner zumutbar, meinten Kritiker.

Beim Brückenfest gibt es Würstchen vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie kühle Getränke. Für die Kinder stehen Spielmöglichkeiten bereit, und der Hof Ochse hat für alle geöffnet. Der Erlös des Festes kommt, zusammen mit dem Erlös des im Advent im Ort veranstalteten Basars, der Kinderkrebshilfe Frankenberg zugute.

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