Neueröffnung für 16. Oktober geplant

Neue Betreiberin für das Tegut-Lädchen in Löhlbach gefunden

Freuen sich auf den Neustart: (von links) Marina Möller, die neue Betreiberin des Tegut-Lädchen in Löhlbach, ihr Ehemann Wolfgang Möller, Erster Beigeordneter Hermann Möller und Hainas Bürgermeister Alexander Köhler.
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Freuen sich auf den Neustart: (von links) Marina Möller, die neue Betreiberin des Tegut-Lädchen in Löhlbach, ihr Ehemann Wolfgang Möller, Erster Beigeordneter Hermann Möller und Hainas Bürgermeister Alexander Köhler.

Für das Tegut-Lädchen in Löhlbach ist eine neue Betreiberin gefunden. Sie ist am Donnerstag vorgestellt worden.

Löhlbach – Hermann Möller kennt die Prozedur bereits. Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Haina ist zum fünften Mal bei einer Vorstellung von neuen Betreibern des Löhlbacher Tegut-Lädchens dabei – und mal wieder erleichtert, dass erneut jemand gefunden wurde, der das „Lädchen für alles“ übernimmt.

Aus verschiedenen Gründen gab es bereits, wie berichtet, vier Wechsel. Zuletzt hatte Dr. Hendrik Sommer kurzfristig seinen Vertrag zum 1. September gekündigt. „Hermann Möller und ich hatten schon an einem Notfall-Plan gebastelt, einen Betreiberverein zu gründen“, schildert Bürgermeister Alexander Köhler. Die Gemeinde ist Vermieterin der Ladenräume, die aus der ehemaligen Schule entstanden waren.

Möller und Köhler suchten für den Verein ein Löhlbacher Unternehmen, das zumindest die betriebswirtschaftliche Seite übernehmen sollte. Sie fragten auch bei Wolfgang Möller nach, dem Vorsitzenden des Löhlbacher Gewerbevereins. „Lasst mich mal drüber schlafen“, sagte er. Und präsentierte dann die Lösung: Seine Ehefrau Marina Möller übernimmt den Tegut-Laden. Ein Betreiberverein muss also nicht gegründet werden. Die 54-Jährige ist bisher in Möllers Firma WKM (Werbung, Kommunikation, Marketing) tätig – vor allem im Einkauf.

„Wir wollen, dass es in Löhlbach weiterhin ein Lebensmittelgeschäft gibt. Insbesondere ältere Menschen sind darauf angewiesen“, sagte sie am Donnerstag bei der Vorstellung. Sie und ihr Mann sind überzeugt, „dass man das Lädchen wirtschaftlich führen kann“. Marina Möller besucht Fortbildungen bei Tegut und fühlt sich auch sonst von der Lebensmittelkette gut unterstützt.

Wegen der Enge im Laden plant das Ehepaar einen 60 Quadratmeter großen Anbau zum Parkplatz an der Straße hin. Damit dies schnell realisiert werden kann, übernimmt das Paar den Bau und die Kosten. Die Gemeinde wird die Kosten über eine Art Mietkauf dann erstatten.

Der Neustart des Lädchens ist für 16. Oktober geplant. Erster Beigeordneter Möller und Bürgermeister Köhler wollen beim Eröffnungsfest am Grill stehen. Montags bis freitags wird der Laden von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein, samstags von 8 bis 13 Uhr.

Das Ehepaar ist im Gespräch mit ehemaligen Mitarbeitern des Tegut-Lädchens und optimistisch, dass sie einige von ihnen anstellen können. Die Betreiber wollen neben dem bisherigen Sortiment mehr regionale Waren anbieten. Es soll ein Kassenband installiert werden.

„Es war die richtige Entscheidung der Gemeinde, die Schule zu einem Dorfzentrum, zu einem sozialen Ort umzubauen“, würdigte Bürgermeister Köhler das Engagement seines Vorgängers Rudolf Backhaus. „Es hat sich aber auch gezeigt, dass es kein Selbstläufer ist.“ Derzeit werde ein neuer Nutzer für die Büroräume neben dem Café gesucht. Die Sparkasse hat sich zurückgezogen, zahlt aber noch bis Ende 2021 Miete an die Gemeinde.

Köhler freue sich, dass nun eine neue Tegut-Betreiberin gefunden wurde. Ausstehende Verpflichtungen des Vorgängers an die Gemeinde seien durch die Übernahme des Inventars beglichen worden. Von Martina Biedenbach

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