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Jugendtrainer Elias Möller unterwegs für die Grundlagen des Nachwuchses bei der SG Bunstruth/Haina

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Von: Thorsten Spohr

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Junger Nachwuichstrainer: Elias Möller aus Halgehausen trainiert die F-Junioren in seinem Verein
Junges Ehrenamt: Elias Möller aus Halgehausen trainiert die F-Junioren in seinem Verein. © Möller/Privat

Junges Ehrenamt: Hier stellen wir in unserer Serie „Junges Ehrenamt“ den Fußball-Nachwuchstrainer Elias Möller aus Halgehausen vor.

Halgehausen/Haina – Was Elias Möller an der Arbeit mit Kindern besonders viel Spaß macht? „Es ist toll, zu sehen, wie die Kinder Fortschritte machen“, erzählt der 22-jährige aus Halgehausen. Jeden Freitag kann er diese Fortschritte sehen, wenn er die F-Junioren der SG Bunstruth/Haina trainiert, zusammen mit Jannik Landau. Für den 22-Jährigen ist das trotz seines Chemie-Studiums in Marburg und seiner eigenen aktiven Laufbahn eine Selbstverständlichkeit.

Das merkt man auch im Gespräch mit dem jungen Fußballtrainer. Wichtig sei die Arbeit mit dem Nachwuchs im und vor allem für den Verein. Bei der SG Bunstruth/Haina traf man vor einigen Jahren die Entscheidung, wieder mehr Energie in die Jugendarbeit zu stecken, den teilweise brachliegenden Bereich völlig neu aufzubauen. Was vor allem fehlte? Na klar, Trainer. „Ulli Pfingst hat bei den Spielern im Seniorenbereich nachgefragt, ob jemand Lust hätte, Jugendteams zu übernehmen. Elias Möller hatte Lust und stieg vor zwei Jahren bei den F-Junioren ein.

Viel Geduld und Gefühl

Eine Entscheidung, die für die SG genau richtig war. „Er bringt ihnen mit viel Geduld und Gefühl den Fußball näher“, lobt Pfingst die Arbeit seines jungen Trainers. „Er nimmt sich dafür sehr viel Zeit und hat immer die gesamte Mannschaft im Blick. Bei ihm kommt keiner zu kurz.“ So war es auch kein Wunder, dass ihn sein Verein für die Aktion „Junges Ehrenamt“ vorgeschlagen hat – eine Geste, die Elias Möller freut. „Das ist auch eine Würdigung für mich.“

Sicher, die Zeit während der Corona-Pandemie war für die Fußballer nicht einfach, auch der SG-Nachwuchs konnte teilweise nur sporadisch trainieren. Aber Möller nutzte die Zeit und besuchte im Fußballkreis Marburg einen C-Lizenz-Lehrgang – mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit. „Man lernt bei dem Lehrgang, wie man ein vernünftiges Training aufzieht, wie man Kinder nicht über- aber auch nicht unterfordert“, sagt Elias Möller. Lizenzierte Trainer sind für ihn gerade im Jugendbereich wichtig. „Denn da werden die Grundlagen gelegt.“

Den Kindern Gehör schenken

Was für ihn einen guten Jugendtrainer ausmacht? „Man muss den Kindern immer Gehör schenken“, erzählt der Linksverteidiger, der bei der SG selber vor allem in der Reserve aufläuft. „Und man muss ein Training immer kreativ gestalten. Die Kinder müssen unterhalten werden und Spaß am Training haben.“ Und: „Man muss es schaffen, dass alle Kinder von jedem Training etwas mitnehmen.“ Sprich: Man dürfe nicht nur die besten im Auge behalten, sondern auch die, die vielleicht nicht zu den stärksten gehören.

Mittlerweile trainiert sein Team wieder regelmäßig im Freien, jeden Freitag tummeln sich bis zu 13 Spieler auf dem Platz in Haina. Gespielt wird vor allem die neue Spielform Funino, von der Elias Möller viel hält. „Es ist toll, dass da alle Spieler zum Zuge kommen. Bei uns spielen auch schon ein paar Bambini mit. Die bekommen so viele Einsatzzeiten, das wäre beim klassischen sieben gegen sieben nicht der Fall.“

Da auch für ihn derzeit die Vorbereitung auf die neue Saison im Seniorenbereich startet, warten auf ihn stressige Wochen. „Wahrscheinlich kann ich da auf dem Fußballplatz schlafen“, sagt Möller und lacht. Man merkt: Das nimmt er gerne in Kauf.

Logo zur Serie Junges Ehrenamt im Sportkreis Waldeck-Frankenberg
Logo zur Serie Junges Ehrenamt © HNA

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