Stationsäquivalente Behandlung

Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina plant neues Konzept

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Die Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina will ein neues Angebot schaffen.

Bei dieser stationsäquivalenten Behandlung werden Patienten engmaschig zu Hause betreut. Eingeführt werden soll das Angebot zunächst im Bereich Korbach, Twistetal und Bad Arolsen.

„Menschen, die bisher aufgrund psychischer Erkrankungen vollstationär im Krankenhaus betreut werden müssen, werden zu Hause intensiv behandelt“, beschreibt der Ärztliche Direktor, Dr. Florian Metzger, das Konzept. Das heißt: Der Patient hat täglich, sieben Tage die Woche, mindestens einen persönlichen Kontakt zu mindestens einem Mitglied des therapeutischen Teams – Ärzte, Pflegepersonal, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten oder Sozialarbeiter.

Diese Therapieform habe den Vorteil, dass Patienten in ihrem Umfeld verbleiben, nicht wochenlang aus ihrer Alltagsstruktur gerissen werden, weiter für Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder Haustiere da sein könnten, erklärt der Klinikleiter. Es gebe Schätzungen, dass stationsäquivalente Behandlung für 10 bis 20 Prozent der Patienten in Frage komme.

Die Kosten entsprächen etwa denen einer vollstationären Behandlung. Für die Klinik bedeute es zunächst zusätzlichen Aufwand. „Aber wir versprechen uns davon ein Plus an Behandlungsqualität und ein Plus bei der Verbesserung der Erkrankung“, sagt Metzger.

Die Einführung des neuen Konzepts erfolgt zunächst im Nordkreis, weil die Hainaer Klinik in Korbach bereits eine Tagesklinik und eine Ambulanz betreibt, an die die Betreuung angebunden werden soll. „Dort haben wir bereits mit zwei Gebäuden eine Infrastruktur vor Ort“, erläutert Dr. Metzger. 

Derzeit sei er dabei, das Betreuungsteam zu vervollständigen, damit das Angebot im November starten kann. Bewerbungen für das Team seien willkommen.

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