Vorgängerkirche entdeckt: Wohlfahrtsverband ließ Aulesburg untersuchen

Klosteranlage als Verpflichtung: LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann sagte für den Erhalt des historischen Gebäude-Ensembles auch weiterhin die Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes zu.

Haina-Kloster. Bisher waren nur noch ein paar Mauerreste auf der „Aulesburg“ bei Löhlbach vom ersten Gründungskloster der Zisterzienser zu sehen. Nun hat aber eine archäologisch-geophysikalische Erkundung Gewissheit gebracht, wo die alten Klostergebäude standen und wie ihre Grundrisse aussahen.

Manfred Albus vom Verein der Klosterfreunde stellte die Bilder den Gästen des Festaktes aus Anlass der Grundsteinlegung des Klosters vor 800 Jahren in der Hainaer Klosterkirche gemeinsam mit LWV-Direktor Brückmann vor.

In „Tiefenscheiben“ des Bodenradars wurde deutlich der vollständige Grundriss einer 27 Meter langen und 7,5 Meter breiten Kirche mit Apsis und Strebpfeilern sichtbar. Auch ein zehn mal zehn Meter großer, vielleicht ein romanischer Vorgängerbau, wurde entdeckt.

„Ich bin stolz, dass der LWV dem Vorschlag von Manfred Albus gefolgt ist und dass wir heute, 800 Jahre nach der Grundsteinlegung des Klosters Haina, den Standort der Vorgängerkirche auf der Aulesburg präsentieren können“, sagte Brückmann.

„Wir haben die Verantwortung für das Kloster über Jahrzehnte getragen auch als nach der Gründung des Vitos-Konzerns das Kloster an Vitos Haina übergegangen ist. In dieser Kontinuität sehen wir uns ebenso für dieses Bodendenkmal in der Pflicht, „ versicherte der LWV-Landesdirektor.

Bevor die Neuigkeit verkündet wurde, feierten die Besucher der Auftaktfeierlichkeiten noch einen gemeinsamen Gottesdienst mit Landesbischof Prof. Dr. Martin Hein (Kassel). (zve)

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