Tier ist zurückgekehrt

Ausgebüxtes Känguru Clyde ist nach drei Wochen im Kellerwald zurück im Gehege

Glücklich vereint: Nach dreiwöchigem Ausflug ist das australische Zwergkänguru „Clyde“ (links) am Sonntag in das Gehege auf dem Vitos Gelände in Haina zurückgekehrt und seit Dienstag wieder bei seiner Partnerin „Bonnie“.

Haina. Nach dreiwöchigem Ausflug in den Kellerwald ist das Bennettwallaby Clyde am Sonntag in sein altes Gehege unweit der Hainaer Klosterkirche zurückgekehrt.

Clyde war Ende September ausgebüxt, als das drei Jahre alte Männchen und Partnerin Bonnie umgesiedelt wurden. Vitos Haina setzt die Zwergkängurus neben Hühnern, Meerschweinchen, Lamas, Esel, Schafen und einem Hund seit drei Jahren in der tiergestützten Therapie ein.

Erwin Gruber, therapeutischer Leiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina, und Hans-Willi Bornscheuer, Krankenpfleger und Leiter der tiergestützten Therapie, wollten die australischen Zwergkängurus vom alten Gehege in das neue Gehege in der Otto-Kahm-Straße umsiedeln. Während Bonnie sich einfangen ließ, sprang Clyde über einen 1,60 Meter hohen Zaun und verschwand in den Wald. Bonnie hatte in diesem Jahr schon den Verlust eines Jungtiers zu verkraften, das sich aus dem Staub gemacht hatte und auf der Flucht überfahren wurde.

Vor 14 Tagen wurde das Tier erstmals bei der Klosterkirche gesichtet. Es dauerte einige Tage, ehe sich Clyde dem alten Gehege näherte. Bornscheuer versuchte, es mit Futter zu locken. Zunächst ohne Erfolg. Doch am Sonntag war der Hunger, vielleicht auch die Sehnsucht nach der tragenden Bonnie, zu groß. Durch ein geschaffenes Loch gelangte das Känguru zurück in die vertraute Umgebung.

Mit den in den vergangenen Tagen gesunkenen Temperaturen lässt sich die Rückkehr nicht erklären. „Bennettwallabys sind die Kälte gewohnt“, sagt der Experte. Sie stammen aus Tasmanien, besitzen ein dichtes Fell, und sind an kaltes Klima angepasst.

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