Entscheidung von Kreis und Kommunen

Hallen und DGHs in Waldeck-Frankenberg bleiben noch bis Juli zu

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Sporthallen und Bürgerhäuser in Waldeck-Frankenberg bleiben wegen der Corona-Krise vorerst geschlossen.

Alle Sport- und Mehrzweckhallen, Vereins- und Sportlerheime sowie Gemeinschaftshäuser in Waldeck-Frankenberg bleiben noch bis mindestens zu den Sommerferien geschlossen, die am 6. Juli beginnen.

Das haben der Landkreis und die 22 Städte und Gemeinden in einer Telefonkonferenz zur aktuellen Corona-Krise vereinbart. Ursprünglich waren die Schließungen der Gebäude bis zum 8. Juni vereinbart.

Chöre, Turnfrauen, Handballer und andere Vereine und Sportler müssen wegen der Corona-Pandemie also noch weiter auf die Rückkehr in die Hallen und DGHs warten. 

Hintergrund sei nicht allein der Infektionsschutz, teilte der Landkreis in einer Pressemeldung mit, sondern auch die Tatsache, dass zahlreiche Sporthallen gegebenenfalls für den schulischen Bereich oder für die Kindertagesbetreuung in Reserve gehalten werden sollen. Wie berichtet nehmen die Kitas am 2. Juni wieder einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ auf. Dies geschehe „in enger Absprache mit den Fachdiensten Gebäudewirtschaft, Jugend sowie Schulen und Bildung des Landkreises“.

Nicht gemeinsam Bundesliga gucken

Auch Vereins- und Sportlerheime sowie Gemeinschaftshäuser müssen nach der erneuerten Vereinbarung der Kommunen weiterhin geschlossen bleiben. Zusammenkünfte, beispielsweise zum gemeinsamen Bundesliga-Schauen, können daher ebenfalls weiterhin nicht stattfinden.

Die Einhaltung aller Regelungen werde von den Ordnungsämtern und der Polizei überprüft. Bei Verstößen drohen Anzeigen und Bußgelder, warnt der Landkreis.

Sonderregelungen möglich

Sonderregelungen, beispielsweise unter anderem für Schulentlassungsfeiern oder Parlamentssitzungen, seien nur „in besonders gegründeten Einzelfällen“ möglich. Sie müssten unter Vorlage eines strengen Hygienekonzepts bei den Städten und Gemeinden beantragt werden. Nach der Prüfung des Konzepts durch den Fachdienst Gesundheit des Landkreises werde über Anträge im Einzelfall entschieden.

„Gemeinsam mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden haben wir uns für diesen Weg entschieden“, sagen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.

„Die Gefahr der Weiterverbreitung des Coronavirus besteht weiterhin – insbesondere dort, wo sich potenziell viele Menschen gemeinsam aufhalten können wie in Hallen, Vereinsheimen oder Gemeinschaftshäusern.“ Es gelte, nun gemeinsam dafür zu sorgen, dass die steigenden Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg auf einem moderaten Stand gehalten werden könnten. 

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