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Waldeck-Frankenberg: Handy-App warnt vor Wildunfall-Schwerpunkten

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Ab Herbst sollte man nicht zu schnell unterwegs sein, denn gerade in der Dämmerung queren Tiere Straßen auf der Suche nach Futter.
Ab Herbst sollte man nicht zu schnell unterwegs sein, denn gerade in der Dämmerung queren Tiere Straßen auf der Suche nach Futter. ©  Landesjagdverband Hessen

Am Wochenende wurden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Deshalb sollten Autofahrer besonders in der Dämmerung vorsichtig fahren, mahnen der Landesjagdverband Hessen (LJV) und der ADAC Hessen-Thüringen.

Waldeck-Frankenberg – Über die kostenlose App Hessenwarn des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport werden Verkehrsteilnehmer vor Wildwechseln gewarnt. Während der Fahrt ertönt aus dem Smartphone ein Signalton sowie ein Sprachhinweis, sobald sich das Fahrzeug einem Wildunfallschwerpunkt nähert. Sollte es zu einem Zusammenstoß mit einem Wildtier gekommen sein, lässt sich über die App auch ein Notruf mit Positionsübermittlung (GPS-Daten) absetzen. Neben der Polizei gibt auch der Landesjagdverband Tipps, wie Autofahrer Wildunfälle vermeiden können:

.  Geschwindigkeit entlang unübersichtlichen Wald- und Feldrändern reduzieren.

.  Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.

.  Wenn man ein Tier am Straßenrand sieht: abblenden, hupen, bremsen.

.  Ein Tier kommt selten allein. Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.

.  Lässt sich ein Zusammenstoß nicht verhindern: Vollbremsung einleiten und das Lenkrad festhalten. Nicht ausweichen.

Fall es zu einem Zusammenstoß kommt, sollte man sich wie folgt verhalten:

.  Unfallstelle absichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und Polizei unter 110 anrufen.

. Keinesfalls tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.

.  Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.

.  Einem geflüchteten Tier sollte man nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung immer mitteilen und die Unfallstelle markieren. Dies gelingt zum Beispiel mit einem weißen Papiertaschentuch, das an einen Ast oder Busch, von der Straße aus gut sichtbar, befestigt wird. So kann ein Jäger das Tier später leichter finden.

.  Für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung von Jägern oder der Polizei ausstellen lassen.  cge/off

Service: Ein Ratgeberfilm des Landesjagdverbands gibt es unter ljv-hessen.de/wildunfall-film

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