Amtsinhaber war der einzige Kandidat

Bürgermeisterwahl in Hatzfeld: Junker findet 82,9 Prozent "spitzenmäßig"

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Battenbergs Bürgermeister Christian Klein (rechts) gratulierte seinem Kollegen Dirk Junker zur Wiederwahl.

Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker ist am Sonntag mit 82,9 Prozent in seinem Amt bestätigt worden.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 23.12 Uhr. Das Spannendste am Sonntagabend im Bürgerhaus in Hatzfeld war nicht, ob Dirk Junker wiedergewählt wurde, sondern wann das Wahlergebnis eintrifft. 

Gegen 20.30 Uhr, so hatte die Stadtverwaltung zuvor geschätzt, sollte das Resultat der Bürgermeisterwahl feststehen. Weil aber der Server des Landes Probleme machte, auf den die Stadtverwaltung aus dem Rathaus die Zahlen der Landtagswahl hochladen musste, dauerte es letztlich bis 21.20 Uhr, ehe alle wussten: Dirk Junker bleibt mit 82,9 Prozent Ja-Stimmen für weitere sechs Jahre Bürgermeister von Hatzfeld. 

„Was will man dazu sagen“, zeigte sich der 51-Jährige überwältigt von dem Ergebnis, „das meine persönlichen Erwartungen weit übertroffen hat“, sagte Junker, als er zu einer kurzen Rede vor die gut 70 Gäste im Bürgerhaus trat. „Es war nicht immer unproblematisch in den letzten Jahren, aber wir haben den richtigen Weg für die Stadt gefunden“, sagte Junker und dankte allen Wählern für das Vertrauen und allen Unterstützern. „Spitzenmäßig“, so sein Fazit. 

1406 Menschen aus Hatzfeld und den Stadtteilen hatten auf dem Stimmzettel Ja für den parteilosen Bürgermeister angekreuzt, 290 Nein. Den größten Zuspruch erhielt Junker in den beiden Bezirken der Kernstadt mit zusammen 89,1 Prozent und in Holzhausen mit fast 90 Prozent, die relativ meisten Nein-Stimmen in Reddighausen mit 27,2 Prozent. 

Erster Gratulant war Battenbergs Bürgermeister Christian Klein als Vertreter der Amtskollegen. „Vor sechs Jahren hätte kaum jemand gedacht, dass es heute keinen Gegenkandidaten gibt“, sagte Klein. Es spreche für Dirk Junker, dass es doch so sei. 

2012 waren fünf Kandidaten um die Nachfolge von Uwe Ermisch angetreten: Junker stach zunächst Werner Keller (CDU), Eckhard Wenzel (SPD) und Oliver Zissel (BL Holzhausen) aus und dann in der Stichwahl mit 53,2 Prozent Ralf Schärer (BL Reddighausen). 

Dirk Junker, der damals von der Bundeswehr kam, habe sich schnell in die Aufgaben eingefunden, befand Karl-Friedrich Frese, der als Erster Kreisbeigeordneter die Glückwünsche aus dem Kreishaus überbrachte. Trotz schwieriger Zeiten mit Schutzschirm und Wasserversorgung habe Junker „einen tollen Job gemacht. Das ist heute honoriert worden“, gratulierte Frese. 

Eine große Wahlparty gab es am Sonntagabend nicht. Die Gäste im Bürgerhaus waren aber zu Brezeln und Getränken eingeladen. Die Stimmung war locker. Das lag auch daran, dass trotz schlechten Handyempfangs schon früh erste Ergebnisse durchgesickert waren. „244 Ja-Stimmen in Reddighausen“, rief der Erste Stadtrat Ralf Schmitt schon gegen 20 Uhr Dirk Junker zu und reckte die Daumen nach oben. Und Junker konnte danach dem offiziellen Ergebnis entspannt entgegensehen. Auch wenn das später kam als erhofft.

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