Städtischer Anteil gedeckelt

Festhalle Reddighausen: Sanierung kostet 1,5 Millionen Euro

Die Festhalle in Reddighausen muss dringend saniert werden. Das Projekt soll im Dorfentwicklungsprogramm umgesetzt werden. Links im Anbau befindet sich das Sportlerheim des SV Reddighausen.
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Die Festhalle in Reddighausen muss dringend saniert werden. Das Projekt soll im Dorfentwicklungsprogramm umgesetzt werden. Links im Anbau befindet sich das Sportlerheim des SV Reddighausen.

Die dringend nötige Sanierung der Festhalle Reddighausen hat die nächste Hürde genommen: Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig für „Umbau und Optimierung der Festhalle Reddighausen zu einer Mehrzweckhalle“ gestimmt. Trotz hoher Kosten.

Reddighausen - Das Projekt soll noch in diesem Jahr für die Dorfentwicklung beantragt werden, um die Förderung von 80 Prozent durch das Land Hessen zu sichern. Im nächsten Jahr liegt die Förderquote voraussichtlich nur noch bei 65 Prozent. Die Stadt kalkuliere mit Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro, sagte Bürgermeister Dirk Junker auf HNA-Nachfrage.

Zu dem Beschluss von Donnerstagabend (23.09.2021) gehört auch eine Deckelung des städtischen Eigenanteils auf 585 000 Euro. Das hatten die Bürgerlisten Hatzfeld, Holzhausen und Eifa gemeinsam beantragt. „Wir tragen dem Wunsch Rechnung, die Festhalle zu erhalten, müssen aber die finanziellen Möglichkeiten der Stadt im Blick behalten“, sagte dazu Oliver Zissel als Sprecher der drei Bürgerlisten. Dominik Schneider (BL Reddighausen) betonte, dass die Festhalle der „soziale Hotspot“ und „extrem wichtig“ für Reddighausen sei. Er verwies auf Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten in der Halle.

Wie berichtet, waren bei der Festhalle laut Architekt Ulf Möller „massive Probleme“ festgestellt worden, unter anderem bei der Statik und beim Brandschutz, auch die Raumaufteilung soll neu geplant werden. Seit der Vorstellung des Sanierungsbedarfs in der Juli-Sitzung hat sich eine Arbeitsgruppe drei Mal getroffen, um zu besprechen, wie man die Kosten für Sanierung und Umbau reduzieren kann.

Reddighäuser sagen Eigenleistung zu

Werner Keller, Stadtverordneter der CDU und Ortsvorsteher von Reddighausen, stellte am Donnerstagabend nun vor, wie die Reddighäuser mit Eigenleistungen dazu beitragen wollen. Es wurde bereits ein Team gebildet, das sich federführend um die einzelnen Arbeiten kümmern werde, zudem hätten rund 40 Reddighäuser ihre Hilfe zugesagt.

„Die Dorfgemeinschaft steht hinter dem Projekt“, versicherte Keller. Die Reddighäuser hätten bereits bei den Arbeiten für den neuen Rasenplatz bewiesen, dass der ehrenamtliche Einsatz im Dorf funktioniere. Zudem sei eine Spendenaktion für die Festhalle geplant.

Bürgermeister Dirk Junker berichtete, dass die Baugenehmigung durch den Landkreis bereits erteilt sei. Damit kann der Antrag im Dorfentwicklungsprogramm gestellt werden, um die Maximalförderung von 80 Prozent zu bekommen.

Bürgerhaus Hatzfeld: Studie wird vorgezogen

Nach den Erfahrungen mit der Festhalle Reddighausen will die Stadt Hatzfeld für das Dorfentwicklungsprojekt Bürgerhaus Hatzfeld mehr Zeit für die Planungsphase schaffen. Deshalb haben die Stadtverordneten beschlossen, die Machbarkeitsstudie für den Umbau und die Sanierung des Bürgerhauses von 2023 auf 2022 vorzuziehen.

Auch das Bürgerhaus in Hatzfeld soll saniert werden.

Die Beschlussvorlage wurde um den Satz ergänzt, dass die Studie erst in Absprache mit dem Hatzfelder Ortsbeirat begonnen werden soll. Ortsvorsteherin Verena Schneider erläuterte, dass der Ortsbeirat zunächst mit allen Nutzern der Halle, mit den Vereinen und auch den Bürgern sprechen wolle, „um eine gute Grundlage“ für die Machbarkeitsstudie zu schaffen.

Laut Planung soll die Studie 40.000 Euro kosten. Im Anschluss sind der Umbau des Bürgerhauses (350.000 Euro) und ein Themenspielplatz (50.000 Euro) geplant.

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