Firma EPH in Eifa stellt Insolvenzantrag, arbeitet aber weiter

Die Firma EPH Industrieverpackungen in Eifa hat einen Insolvenzantrag gestellt. „Wir wollen eine Plan-Insolvenz machen. Der Betrieb soll weiterlaufen", sagte Inhaberin Heidelore Zissel der HNA.

Die Auftragslage sei derzeit sehr gut, deshalb gehe sie davon aus, dass das Geschäft wieder anlaufe.

Aktuell werde vollumfänglich weitergearbeitet, es werde also weiter produziert und die Produkte würden an die Kunden ausgeliefert, ergänzte die vorläufige Insolvenzverwalterin Christina Combecher von der Anwaltskanzlei Mitze & Ingenbleek in Frankenberg.

„Die Ursachen der Krise liegen größtenteils darin begründet, dass die Antragstellerin mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hatte, die Betriebs- und Personalkosten jedoch nicht in dem geforderten Maße gesenkt wurden“, berichtete Rechtsanwältin Combecher. Der Umsatzrückgang sei insbesondere dem Umstand geschuldet, dass zum einen ein Großkunde weggefallen sei, zum anderen ein starker Rückgang des Russland-Geschäftes aufgrund der politischen Sanktionen zu verzeichnen sei. „Hierdurch ist das Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geraten“, sagte Combecher.

Die Firma wurde 1992 gegründet, damals unter dem Namen Eifaer Paletten-Handel, wofür heute noch die Initialen EPH stehen. „Paletten machen nur noch zehn Prozent unseres Auftragsvolumens aus“, sagt Inhaberin Heidelore Zissel. Aktuell sind zwölf Mitarbeiter beschäftigt - elf Vollzeitkräfte und eine Aushilfskraft. „Von denen, die noch da sind, wird keiner entlassen“, sagt Zissel.

Niederlassung in Mannheim 

Der Schwerpunkt liegt auf Industrieverpackungen, zum Beispiel für Maschinen in Kisten, Containern oder Spezialkonstruktionen für See-, Luft, LKW- oder Bahntransport. EPH verpackt entweder in einer der eigenen Niederlassungen - in Eifa oder Mannheim - oder direkt im Betrieb des Kunden. „Der Kundenstamm ist uns treu geblieben“, sagt Heidelore Zissel.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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