Jäger-Streit in Eifa endet mit abgesägten Hochsitzen

Kleinholz: Laut Konrad Zippel, der dieses Foto gemacht hat, hat sein bisheriger Jagdpächter-Kollege Peter Zissel Hochsitze komplett abgesägt oder deren Leitern. Zissel sagt aber, die Hochsitze gehörten ihm. Foto:  nh

Eifa. Im Jagdbezirk Eifa gibt es heftigen Streit zwischen zwei Jagdpächtern: Der eine hat den anderen angezeigt, weil dieser ihm acht Hochsitze aus dem Revier gestohlen und bei drei weiteren die Leitern abgesägt habe.

Die beiden Männer - Konrad Zippel aus Neustadt bei Stadtallendorf und Peter Zissel aus Eifa - hatten das 425 Hektar große Revier in der Gemarkung des Hatzfelder Stadtteils 2013 gemeinsam gepachtet, wegen einer Verurteilung vor Gericht verlor Zissel seinen Jagdschein und damit das Pachtrecht. Zippel ist nun alleiniger Jagdpächter.

„Die sind mein Eigentum, das habe ich schriftlich“, erklärte Zissel auf HNA-Nachfrage den Abtransport von mittlerweile 15 Hochsitzen. Von den 30 Hochsitzen im Revier gehörten ihm 25, einige habe er selbst gebaut, doch Zippel zweifelt das Schriftstück an, das belegen soll, dass ihr Vorgänger die alten Hochsitze Zissel übereignet habe. „Der hat die geklaut“, sagt Zippel über die Aktion seines bisherigen Partners, deshalb habe er Anzeige wegen Diebstahls und Sachbeschädigung erstattet.

Vor einer Woche hat Zissel begonnen, „seine“ Hochsitze abzubauen, bei anderen hat er die Leitern abgesägt, damit sie nicht mehr zu benutzen sind. „Die Hochsitze hole ich auch noch“, kündigte er gegenüber der HNA an. „Nach meinem Ausscheiden als Jagdpächter habe ich dafür ein halbes Jahr Zeit.“

Peter Zissel hatte nach einer Verurteilung seinen Jagdschein abgeben müssen, damit darf er kein Jagdpächter mehr sein. „Den Jagdschein kriege ich wieder, mit der Pacht höre ich aber auf, diesen Ärger tue ich mir nicht mehr an“, sagte der Eifaer.

Auf die Jagdgenossenschaft in Eifa habe der Streit keine direkten Auswirkungen. „Die Wildschäden werden bezahlt“, sagt Jagdvorsteher Helmut Haffner. In dem Streit wolle er keine Partei ergreifen, sagt Haffner. „Ich wäre aber froh, wenn wir Ruhe und Frieden im Revier hätten. In zwölf Jahren als Jagdvorsteher hatte ich mehr Ärger als mein Vorgänger in 45 Jahren.“

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