675 Jahre Stadtrechte: Hatzfeld feiert bis Silvester

Der Festausschuss für das Jubiläum „675 Jahre Stadtrechte Hatzfeld“: (von links) Dieter Schöning, Ursula Nowak, Christel Eckhardt, Stefan Arzt, Ortsvorsteher Ulrich Schreiner, Verena Schneider, Angelika Schmitt, Hartwig Merg, Tanja Jakobi und Jens Schreiner; es fehlt Tina Faust. Die Gruppe trifft sich seit November, um vor allem das Altstadtfest am 5. September zu planen. Foto:  Paulus

Hatzfeld. Es soll ein Fest der ganzen Stadt werden. Mit den Stadtteilen. „Wir wollen das Miteinander fördern", sagt Verena Schneider vom Festausschuss.

Die Stadt Hatzfeld hat vor 675 Jahren ihre Stadtrechte bekommen, und dieses Jubiläum wird mit mehreren Veranstaltungen in diesem Jahr gefeiert.

Höhepunkt ist der Stehende Festzug am Samstag, 5. September, dessen Planung die Hauptaufgabe des Festausschusses ist. Der 5. September ist nicht zufällig gewählt. Denn in einer Urkunde vom 4. September 1340 wird Hatzfeld erstmals als Stadt erwähnt: Kaiser Ludwig der Bayer gestattete den Herren von Hatzfeld, unter ihrer Burg eine ummauerte Stadt anzulegen.

Dass dieses Jubiläum überhaupt gefeiert wird, steht noch gar nicht so lange fest, eigentlich erst seit Sommer 2014. Nach der Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich einige Hatzfelder zusammengefunden und mit den Planungen begonnen.

Der aktuell elfköpfige Festausschuss hat sich erstmals im November getroffen. „Wir machen das alle ehrenamtlich“, sagt Verena Schneider, die mit Jens Schreiner erste Ansprechpartnerin im Festausschuss ist. „Für unsere Möglichkeiten haben wir schon viel möglich gemacht, wir sind gut im Plan.“

Die Stadt Hatzfeld, die als Schutzschirmkommune nicht noch einmal ein so großes Fest finanzieren kann wie bei der 650-Jahr-Feier vor 25 Jahren, ist finanziell und organisatorisch diesmal im Prinzip nicht beteiligt. „Es passt nicht zusammen, zu sparen und Steuern zu erhöhen und auf der anderen Seite riesige Feste zu feiern“, hatte Ortsvorsteher Ulrich Schreiner schon vor ein paar Monaten der HNA gesagt.

Die Finanzierung des Festes soll deshalb über Spenden, Sponsoren und die Einnahmen der Veranstaltungen gestemmt werden. So backen beispielsweise die Hatzfelder Bäckereien Jubiläumsbrote, deren Erlös zum Teil zur Festfinanzierung dient. „Wenn am Ende ein Gewinn erwirtschaftet wird, wird der zum Wohle der Allgemeinheit verwendet“, sagt Verena Schneider.

Elf Veranstaltungen stehen derzeit auf dem Programm des Jubiläumsjahres. Einige finden extra zum Stadtrechte-Jahr statt, zum Beispiel das Altstadtfest am 5. September. Andere, wie das Blasmusik-Konzert am 6. März in der Reddighäuser Festhalle und die Sportlerehrung für das Obere Edertal am 20. Juni bei einem Sportfest in Holzhausen, haben einen „Jubiläumsanstrich“ bekommen, wie es Schneider nennt.

Von Jörg Paulus 

Das komplette Festprogramm finden Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine und auf der Homepage der Stadt Hatzfeld.

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