Mehr als Tausend Motorrad-Gespannfahrer zu Gast im Edertal

Der kleinste Gespannclub Deutschlands war auch zu Gast: Eine Waldecker Familie aus Wellen (von rechts) Vater Günter Kohut mit Sohn Maxim und Schwiegersohn Lars Hempeler. Sie waren mit zwei Zeus-Gespannen und einem Wohnanhänger in Reddighausen dabei.

Reddighausen. Die Veranstalter und Gäste des Euro-Gespann-Treffen (EGT) in Reddighausen hatten Glück: Die ersten Gespanne waren bei Regen angereist, doch der Hatzfelder Stadtteil zeigte sich am Samstag bei herrlichstem Sommerwetter.

Gezählt wurden 1188 Motorradgespanne und rund 2500 Menschen, die im Edertal ihr dreitägiges „Familientreffen“ feierten.

Beim größten Gespann-Treffen Europas, wie es der Ausrichter, der Herausgeber der Zeitschrift, „Motorrad-Gespanne“ Manfred Götze bezeichnete, waren die Motorradfreunde Reddighausen nun schon zum 15. Mal die Gastgeber. Auf dem rund fünf Hektar großen Gelände rund um die Festhalle war wieder eine kleine Zeltstadt entstanden, wo Familien ihren Stellplatz fanden, von denen viele bereits Dauergäste sind.

Neugierig auf Aussteller 

Man kennt sich untereinander und kennt auch die Gespanne, ist aber auch neugierig darauf, was so alles „verschraubt wurde“ und was die Aussteller mit Neufahrzeugen und Zubehör anzubieten hatten.

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„Dieses Moto Guzzi Gespann habe ich vor 25 Jahren gekauft, aber original sind nurnoch Motor, Tank und Rahmen, alles andere habe ich umgebaut“, erklärt Markus Höner aus Gütersloh, der Stammgast in Reddighausen ist. Ein „Großer“ der Gespannszene ist der 82-jährige Horst Hartmann aus Ingelheim. „Ich habe 1961 als erster in Deutschland wieder Gespanne gebaut.“ Sein Firmenlogo HGT und seine „Dreamline“ sind ein Begriff, und selbstverständlich war er auch mit einem solchen selbstgebauten Gespann einer 1200 BMW mit 130 PS angereist.

Kleine Platzrunde: Stolz sitzt Tochter Julie bei Papa Peter Dietz auf dem Sozius der Suzuki. Bei kleinen Platzrunden wurde dabei auch schon mal auf den Helm verzichtet.

Bei der Abschlussveranstaltung am Samstagabend in der vollbesetzten Festhalle wurden vom Ausrichter „Motorrad-Gespanne“ Preise für Innovations-Wettbewerbe überreicht. Auch die am weitesten angereisten Teilnehmer erhielten Preise.

Aus dem Inland war dies Wilfried Seefloh aus Guben mit 620 Kilometern, und aus dem Ausland war Upsala Leif Stervesja aus Schweden mit seinem Gespann 1440 Kilometer nach Reddighausen gefahren.

Das Fazit des Vorsitzenden der Motorradfreunde Reddighausen, Florian Bäumner, beginnt mit einem Dank an alle Reddighäuser und die rund 150 ehrenamtlichen Helfer: „Der ganze Ort steht hinter dieser Veranstaltung, und wir sind stolz darauf, diese durchführen zu können.“

Manfred Götze gab als Ausrichter bekannt: „Abwechselnd wird das EGT 2016 wieder in Luxemburg stattfinden, und wir werden sicher auch wieder gerne Gast in Reddighausen sein, die ein hervorragender Veranstalter sind.“

Euro-Gespann-Treffen in Reddighausen

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