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Reddighäuser Hammer übernimmt weitere Firma für Landtechnik

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Von: Jörg Paulus

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Reddighäuser Hammer
Der Reddighäuser Hammer mit seinen Produktionsanlagen. © Firma Frank/bf

Die Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH (Reddighäuser Hammer) hat am 1. September die Lamator GmbH im sächsischen Torgau übernommen. Das hat die Reddighäuser Firma am Montag in einer Pressemitteilung berichtet.

Reddighausen – Bei Lamator würden seit mehr als 100 Jahren Bauteile für die Landtechnik entwickelt und gefertigt. 30 Beschäftigte erwirtschaften laut der Mitteilung einen Umsatz von rund vier Millionen Euro. Die Frank GmbH runde durch die Übernahme ihr Produktangebot mit sogenannten Federzinken ab. An diesen vibrierenden Zinken sind flachschneidende Werkzeuge wie Gänsefüße oder Hackschare befestigt.

Dazu heißt es in der Pressemeldung: „Die Produkte von Lamator bedienen einen hochaktuellen Trend: die mechanische Unkrautbekämpfung, die es den Landwirten erlaubt, den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Ein Ziel, das auch politisch gewünscht wird, wie die Diskussion um ein Verbot von Glyphosat belegt.“

„Lamator ist eine perfekte strategische Ergänzung – ein wichtiges Puzzleteil, das in unserem Angebot noch fehlte“, sagt Dr. Frank Grote, Geschäftsführer der Frank-Gruppe. „Auch diese Produkte bieten wir sowohl den Landmaschinenherstellern für die Erstausstattung ihrer Maschinen als auch über die bewährten Vertriebskanäle den Landwirten als Verschleißteile an.“

Auch Firma aus Leipzig übernommen

Auf dem Weg zum Vollanbieter für Verschleißteile für die Agrartechnik hatte die Firma bereits im vergangenen Jahr, wie berichtet, die OEM Tec GmbH nahe Leipzig erworben. Der Spezialanbieter fertigt Messer, die beispielsweise bei Häckslern sowie Lade- und Futtermischwagen eingesetzt werden.

Dr. Grote: „Kurze Wege, schnelle Lieferzeiten und zuverlässige Qualität sind für Landwirte angesichts enger Zeitfenster und robuster Arbeitsbedingungen kaufentscheidende Vorteile. Schon heute können unsere Kunden aus mehr als 13 000 Artikeln wählen – für Anwendungen bei Bodenbearbeitung, Saat und Ernte, in der Kommunaltechnik und im Weinbau. Und wir sind weiter aktiv auf der Suche nach sinnvollen Ergänzungen, die uns strategisch voranbringen.“

Frank habe in den vergangenen Jahren nicht nur erhebliche Mittel in die Modernisierung und Automatisierung der Produktion investiert, sondern auch seine Innovationskraft deutlich gestärkt. Hierzu wurde 2021 das Forschungs- und Entwicklungszentrum „Campus“ in Marburg ins Leben gerufen. Dort treibe ein interdisziplinär ausgebildetes Team anwendungsnahe Produktentwicklungen voran und leiste Grundlagenforschung für neue Werkstoffe, Beschichtungen und Sensortechnologie. Mehrere Innovationspreise belegten den Erfolg.

In den vergangenen fünf Jahren habe die Frank-Gruppe ihren Umsatz auf fast 75 Millionen Euro verdoppelt. Das Unternehmen wurde 1836 gegründet und beschäftigt heute rund 500 Mitarbeiter.

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