Frau wohnte nur einige Kilometer entfernt

Stammzellenspenderin Simone Heuser rettete ein Leben

An ihrem Arbeitsplatz: Simone Heuser in der Kita-Küche in Marburg. Mit ihrer Stammzellenspende hat sie einer Frau, die heute ihre Freundin ist, das Leben gerettet. Foto:  Coordes

Hatzfeld/Marburg. Eine gebürtige Hatzfelderin hat durch eine Stammzellenspende einer Frau das Leben gerettet, die nur wenige Kilometer von ihr entfernt wohnt.

Für Simone Heuser war es einfach nur selbstverständlich: „Das war im Grunde so wenig Aufwand“, sagt die Marburger Kita-Köchin. Trotzdem hat die gebürtige Hatzfelderin mit ihren Stammzellen jemandem das Leben gerettet. Elke Gimbel heißt die Empfängerin, die mit ihrer Knochenmarkspende den Blutkrebs besiegt hat.

Aber erst Ende 2013 erfuhr Simone Heuser, dass die Empfängerin ganz in ihrer Nähe, nur wenige Kilometer vor den Toren Marburgs, wohnt. Das kommt, so die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, fast nie vor.

Heute sind Simone Heuser und Elke Gimbel miteinander befreundet, telefonieren regelmäßig und sehen sich gelegentlich. Schließlich stecken beide in einer ähnlichen Lebenssituation - nur drei Jahre Altersunterschied, verheiratet, ein Kind, Sport treibend. Ihre Kinder - Heuser hat einen 19-jährigen Sohn, Gimbel eine etwas jüngere Tochter - betrachten sich als Geschwister. Und glücklicherweise geht es Elke Gimbel nach einer schwierigen Anfangsphase so gut, dass sie sogar wieder arbeiten kann.

Auf Fernsehinterviews ließen sich die beiden ein, um Werbung für die Typisierungsaktionen für Leukämiekranke zu machen, zu denen regelmäßig aufgerufen wird. Wenn ein Stammzellspender passt - die Chance steht nur 1:20 000 - müsse man vor der Entnahme der Zellen keine Angst haben, betont Heuser: „Das ist wie langsameres Blutspenden.“ Man muss nur gesund sein, sagt die 45-Jährige, die mit Begeisterung Tennis spielt, joggt, wandert und strickt. (zgc)

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