Neuer Weg, um die Öffentlichkeit zu informieren

Stadt Hatzfeld informiert über den Kurznachrichten-Dienst Twitter 

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So sieht das auf Twitter aus: Ein Tweet (Kurznachricht) der Stadt Hatzfeld – dieser von der Stadtverordneten-Sitzung. 

Von Jörg Paulus

Hatzfeld/Frankenberg. Vor ein paar Tagen hat unsere Redaktion folgende Pressemitteilung erhalten: „Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) erweitert ihr Portfolio um einen weiteren Kommunikationskanal. Am 6. Juni 2017 ist die HVBG mit einer eigenen Fanpage beim Social Network Facebook gestartet. Gepostet wird Neues und Wissenswertes aus der HVBG und der Branche. Die Fanpage ergänzt die bisherige Kommunikation über Website, Newsletter und Pressearbeit.“

Die bemüht wirkende Verwendung von Begriffen wie Fanpage und Social Network zeigt: Behörden haben es nicht leicht, ihre Themen interessant rüberzubringen und im Netz vor allem junge Leute zu erreichen.

Auch die Stadt Hatzfeld geht – neben ihrer Homepage www.hatzfeldeder.de – seit wenigen Wochen einen neuen Weg, um die Öffentlichkeit zu informieren: Die Stadtverwaltung setzt im Netzwerk Twitter jetzt regelmäßig Kurznachrichten ab, so genannte Tweets. Unter dem Stichwort „Unser Hatzfeld“ wurde dort zum Beispiel von der Eder-Bike-Tour berichtet, zum Bayrischen Abend in Holzhausen eingeladen und über einen Beschluss der Stadtverordneten informiert.

„Ich habe ein Informationsmedium gesucht, dass schnell und kurz zu wesentlichen Ereignissen informiert“, sagt Bürgermeister Dirk Junker. „Ausführliche Informationen werden weiterhin auf der Homepage bereitgestellt.“ Themen sind Veranstaltungen, Stadtpolitik und Tourismus. Dass Twitter dazu zwinge, sich kurz zu fassen, sei bei der heutigen Informationsflut angenehm, sagt Junker. Der Account befinde sich noch im Aufbau und werde sich noch entwickeln.

Der zeitliche Aufwand für Twitter halte sich in Grenzen, sagt der Bürgermeister: ein bis zwei Tweets und fünf bis zehn Minuten Arbeit pro Tag. Für die Homepage, die durch das Vorzimmer betreut werde, liege der Arbeitsaufwand bei etwa zwei bis zweieinhalb Stunden pro Woche.

Ideen auch in Frankenberg

Auch die Stadt Frankenberg will zukünftig noch mehr in sozialen Netzwerken aktiv sein. Auch dafür wurde vor wenigen Monaten Florian Held als neuer Pressesprecher eingestellt. „Die Kommunikation über Facebook und Twitter soll nicht zum Selbstzweck werden, sondern möglichst einen Mehrwert schaffen, der über eine reine Unterhaltungsfunktion hinausgeht“, sagt Held. Es seien vorab aber einige Fragen zu klären und die nötigen Strukturen und Regelungen zu schaffen.

Natürlich, sagt Held, sei es wichtig, gerade jüngere Leute anzusprechen und für die Themen der Stadt zu gewinnen. Es gehe aber immer darum, möglichst die gesamte Bevölkerung zu erreichen. Held: „Der Mix aus verschiedenen Kanälen erlaubt, Themen auch mal aus einer anderen Perspektive und mit anderen Medien zu beleuchten. So ein Kanal ist der neu eingeführte Newsletter der Stadt. Die Resonanz bisher ist sehr positiv; was die Abonnentenzahlen angeht, ist sicher noch Luft nach oben.“

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