Papierfabrik für Mitarbeiterförderung ausgezeichnet

Top-Job-Siegel für Hollingsworth & Vose in Hatzfeld

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Top-Job-Siegel für die Firma Hollingsworth & Vose: Personalleiter Reinhard Daume (links) nahm die Ehrung in Berlin von Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement entgegen.

Hatzfeld. Die Firma Hollingsworth & Vose in Hatzfeld, Hersteller von Papier und Filtermedien, ist in Berlin mit dem Gütesiegel „Top Job“ für herausragende Arbeitgeberqualitäten ausgezeichnet worden.

Die vom Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH) vergebene Auszeichnung erhalten Unternehmen, die sich konsequent für eine gesunde und leistungsstarke Arbeitsplatzkultur stark machen. Die Ehrung überreichte der ehemalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.

Die Hollingsworth & Vose GmbH mit Sitz in Hatzfeld und einem Vertriebsbüro in Bad Vilbel gehöre damit zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, heißt es in einer Pressemitteilung der Top-Job-Veranstalter. Die Fabrik in Hatzfeld, die früher Binzer hieß, ist heute Tochterunternehmen eines global agierenden Herstellers von hochentwickelten Materialien für Filtrations-, Batterie- und Industrieanwendungen.

Grundlage des Jury-Entscheids war eine wissenschaftlich fundierte Befragung der 400-köpfigen Belegschaft in Hatzfeld. In die Bewertung floss zudem eine Untersuchung der Arbeit des Personalmanagements ein. Punkten könne der Filtermedienspezialist unter anderem durch eine ausgeprägte Kommunikationskultur. Die Führung stelle kontinuierlich Informationen bereit und schaffe damit die Voraussetzung für Mitarbeiter, sich im Dialog einzubringen. Neben dem Jahres-Kick-Off, bei dem die aktuelle Strategie vorgestellt werde, bieten auch die regelmäßigen Betriebsversammlungen Raum für den gemeinsamen Austausch. Gleiches gelte für das zweimonatliche „Idee-Café“, in dem sich Kollegen betriebsweit mit der Führungsmannschaft besprechen können. Aktuelle Themen werden zudem in der vierteljährlich erscheinenden Firmenzeitschrift präsentiert.

Einen starken Eindruck, so die Top-Job-Jury, hinterlasse „H & V“ zudem bei der Mitarbeiterentwicklung. So würden Kollegen von Beginn an unterstützt – in der Ausbildung, bei der Qualifizierung zum Techniker, Meister oder beim aufbauenden Studium. Zudem profitierten vielversprechende Mitarbeiter von einem zweijährigen Talentprogramm, mit dem gezielt Fach- und Persönlichkeitsthemen gefördert werden. Hinzu kämen Qualifizierungsseminare und Schulungsangebote. Führungskräfte absolvierten überdies ein besonderes Pensum, das speziell auf die Methoden- und Sozialkompetenz zielt – ganz im Sinn des Anspruchs, die Belegschaft in die zukunftsorientierte Firmenentwicklung einzubinden.

Und beim Programm „Managers get grounded“ arbeiten Topmanager des Unternehmens mehrere Tage in der Schicht mit. Das trainiere nicht nur die Führungskräfte, sondern ermögliche allen Kollegen, eigene Belange unmittelbar anzusprechen.

„Wir versuchen ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich die Kollegen wohlfühlen, den Austausch mit anderen suchen, sich selbst weiterentwickeln können und in dem wir gemeinsam unsere Ziele erreichen“, fasste Personalleiter Reinhard Daume die Personalpolitik der Firma zusammen. 

Hintergrund "Top Job"

Seit 2002 arbeiten mittelständische Unternehmen mit „Top Job“ an ihren Qualitäten als Arbeitgeber. Zu dem Projekt gehört auch ein Siegel, mit dem die besten Arbeitgeber ihre Qualitäten sichtbar machen. Die Organisation obliegt der zeag GmbH (Zentrum für Arbeitgeberattraktivität) mit Sitz in Konstanz am Bodensee. Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement. Für die aktuelle „Top Job“-Runde hatten sich 120 mittelständische Firmen beworben. 85 dürfen nun für die nächsten zwei Jahre das Siegel tragen. Insgesamt wurden 19.841 Mitarbeitende befragt.

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