Gewerkschaft fordert höhere Löhne und Option für 28-Stunden-Woche

Warnstreik der IG Metall auch am Reddighäuser Hammer und am Auhammer

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Warnstreik vor dem Werkstor: Rund 50 Mitarbeiter des Reddighäuser Hammers folgten am Dienstag dem Aufruf der IG Metall.

Reddighausen/Battenberg. Die IG Metall fordert höhere Löhne und einen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. An den Warnstreiks der Gewerkschaft haben am Dienstag rund 50 Mitarbeiter des Reddighäuser Hammers teilgenommen. Am Mittwoch soll auch am Auhammer in Battenberg gestreikt werden.

Am Reddighäuser Hammer verließen am Dienstagmittag rund 50 Arbeitnehmer für eine Stunde ihren Arbeitsplatz, um lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Sechs Prozent mehr Gehalt fordert die Gewerkschaft für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektrobranche in Deutschland. Außerdem sollen alle Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, ihre wöchentliche Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren. Damit soll den Beschäftigten ermöglicht werden, sich stärker um die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Familienmitgliedern zu kümmern, so die IG Metall. 

Das sei eine maßvolle Forderung, da die Umsätze und Gewinne in der ganzen Branche steigen würden, sagte in Reddighausen Lutz Geydan von der IG Metall Nordhessen. Das erste Angebot der Arbeitgeber, das eine Lohnerhöhung von zwei Prozent und flexiblere Arbeitsgrenzen nach oben vorsah, bezeichnete Geydan als Provokation für viele Beschäftigte. „Das ist ein Angebot, das man nicht einmal Angebötchen nennen kann“, sagte er vor den Streikenden.

Wenn die nächsten Verhandlungsrunden zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft ergebnislos verlaufen, könnten ganztägige Warnstreiks folgen. Letztes Mittel wäre ein unbefristeter Streik, den die Gewerkschaft in einer Urabstimmung beschließen müsste, so Geydan. 

Am Mittwoch sollen auch bei Phoenix Armaturen in Volkmarsen, bei Hasenclever (Auhammer) in Battenberg und bei Essex in Bad Arolsen Warnstreiks stattfinden, kündigte die IG Metall an. 

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