Bau der Wasserleitung für Hatzfeld wird teurer

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Muss bald der Kälte weichen: Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker zeigt die provisorische Schlauchleitung zur Wasserbeförderung von Hatzfeld nach Beddelhausen.

Hatzfeld. Der Bau der dauerhaften Wasserleitung von Hatzfeld nach Elsoff wird aller Voraussicht nach teurer als die veranschlagten 510.000 Euro. Um wie viel, konnte Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker noch nicht sagen.

Mit dem bevorstehenden Winter rückt die Frage näher, wie lange die provisorische Wasserleitung von Hatzfeld nach Beddelhausen noch genutzt werden kann.

Ursprünglich sollte die drei Kilometer lange Schlauchleitung noch vor dem Frost in diesem Jahr durch den Bau einer dauerhaften Leitung von Hatzfeld nach Elsoff abgelöst werden. Doch ein Gutachten hat nun gezeigt, dass das bisher geplante Bohrspülverfahren so nicht durchführbar ist. (HNA berichtete)

Stattdessen wurde der Gemeinde in dem Gutachten nun eine konventionelle Grabenbauweise oder der Einsatz einer Felsgrabenfräse empfohlen, teilte Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker auf Anfrage unserer Zeitung mit.

„Die Kosten werden durch diesen erhöhten Aufwand leicht angehoben“, sagte Junker, der jedoch noch keine konkrete Zahlen nennen konnte. Die ursprünglich veranschlagten 510.000 Euro waren bereits in den Haushalt eingebracht worden. Auch die Bauzeit werde sich - je nach Baugrund - leicht verändern. Der ursprünglich berechnete Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen werde jedoch voraussichtlich nicht überschritten. Man wolle im Frühjahr zum frühstmöglichen Zeitpunkt beginnen, Der Baustart werde zwischen Ende Februar und Anfang März festgelegt. „Vor der Hitzeperiode wollen wir fertig sein.“ Man habe die beteiligte Naturschutzbehörde bereits über die Änderungen des Verfahrens informiert, sagte der Rathauschef. Damit gehe ein größerer Eingriff in die Natur einher, da nur beim zunächst beabsichtigten Bohrspülverfahren ein Verlegen ohne Zerstörungen an der Oberfläche möglich gewesen wäre.

Was die provisorische Leitung betreffe, so wolle man diese so lange aufrecht erhalten wie möglich. „Wir holen das Maximum raus, anders geht es gar nicht“, sagte Junker. Bis Anfang November sehe die Wetterlage gut aus. „Wenn sie anfängt einzufrieren, legen wir sie still.“ Sie werde verplombt. Täglich werde überprüft, ob sich der Wasserlauf verlangsame. „Wir hoffen auf einen feuchten Winter mit wenig Schnee und viel Regen.“

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