Wasserversorgung in Hatzfeld: Kooperation klappt gut

Stießen mit einem Glas Wasser auf die gemeinsame Betriebsführung bei der Wasserversorgung an: (von links) Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker, der Leiter der Stadtwerke Bad Berleburg, Achim Vorbau, Hatzfelds Bauamtsleiter Axel Marburg, der Erste Beigeordnete aus Bad Berleburg, Volker Sonneborn, Wassermeister Michael Irle und der Bad Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Foto: Hoffmeister

Hatzfeld. Von einem „Quantensprung“ sprach Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker, von „der logischen Konsequenz der bisherigen guten Zusammenarbeit“ sein Bad Berleburger Amtskollege Bernd Fuhrmann: Die beiden Kommunen haben am Freitag einen Vertrag für die gemeinsame Betriebsführung bei der Wasserversorgung unterzeichnet.

Das Beschlossene gilt zunächst probeweise für drei Jahre. Ungewöhnlich daran: Der Vertrag gilt über eine Landesgrenze hinweg. Hatzfeld liegt in Hessen, Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen.

Alles fing damit an, dass das Trinkwasser in Hatzfeld immer mal wieder knapp wurde. Die erste Lösung war eine provisorische“ Wasserlieferung aus dem Wittgensteiner Land über einen Feuerwehrschlauch. Dann wurde für 330 000 Euro eine 2,9 Kilometer lange Wasserleitung von Elsoff nach Hatzfeld gebaut und ein langfristiger Versorgungsvertrag abgeschlossen. Nun erweitern die Kommunen ihre Zusammenarbeit auch im personellen Bereich. Der Hatzfelder Wassermeister Michael Irle habe stets „hart an der Grenze“ gearbeitet, sagte Bürgermeister Junker. Es dauere lange, einen Wassermeister auszubilden, der alle Betriebs- und Arbeitsabläufe genau kenne. Durch Rufbereitschaft sei dieser Wassermeister quasi immer im Dienst. Überstunden fielen an, ein Ersatzmann müsse ausgebildet werden.

Nun ist der Hatzfelder Wassermeister an die Stadtwerke Bad Berleburg abgeordnet und arbeitet in einem größeren Team. „Wir haben mit Herrn Irle einen hervorragenden Fachmann gewonnen“, freute sich der Bad Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Nach der dreijährigen Probezeit werde man „partnerschaftlich entscheiden“, wie es weitergeht. Klar sei aber schon, dass die Zusammenarbeit auch zwischenmenschlich sehr gut funktioniere.

Bad Berleburg hat 21.600 Einwohner, die sich auf 23 Dörfer verteilen. Hatzfeld zählt rund 3200 Einwohner aus fünf Ortsteilen. Der Beitritt weiterer Kommunen sei möglich und ausdrücklich erwünscht, sagte Bürgermeister Dirk Junker.

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