100 Liter zwischen 73 und 75 Euro

Heizöl momentan so günstig wie seit vier Jahren nicht – Nachfrage derzeit gering

Heizöllieferung: Über die aktuell niedrigen Heizölpreise freute sich auch Wolfgang Klem aus Röddenau (links). Er ließ sich am Freitag seine Tanks von Willi Ludwig von der Raiffeisenwarenzentrale in Frankenberg bis zum Rand voll machen. Foto:  mjx

Waldeck-Frankenberg. Die Besitzer von Wohneigentum in Waldeck-Frankenberg können sich in diesen Tagen die Hände reiben: Der Preis für Heizöl ist im absoluten Sinkflug. Bundesweit kosteten 100 Liter Heizöl am Donnerstag einschließlich Mehrwertsteuer durchschnittlich 72,40 Euro bei einer Abnahme von 3000 Litern.

Damit befindet sich der Heizölpreis auf dem tiefsten Stand seit Ende November 2010. Damals kosteten 100 Liter nur 70,80 Euro. Vor zwei Jahren, Mitte Oktober 2012, lag der Preis für Heizöl auf einem Rekordhoch von 96,60 Euro - zwischen damals und heute ist das ein Preisunterschied von rund 25 Prozent.

In Waldeck-Frankenberg lag der durchschnittliche Preis am Donnerstag wie in der gesamten Republik zwischen 73 und 75 Euro brutto für 100 Liter. Doch trotz der niedrigen Preise läuft das Geschäft mit dem Heizöl zu Beginn des Herbstes im Landkreis noch schleppend: „Die Käufer warten immer noch ab“, sagen übereinstimmend Werner Peisker vom Heizöllieferanten Grebe in Korbach und Uwe Selbach, der Fachberater Heizöl von der Frankenberger Firma Balzer. „Die Kunden spekulieren darauf, dass das Heizöl noch billiger wird“, sagt auch Rolf Klapp von der Raiffeisenwarenzentrale in Kassel, die auch für Frankenberg zuständig ist.

Als Grund für die fallenden Heizölpreise nennt Selbach vor allem die vollen amerikanischen Rohöllager und die schwächelnde Weltkonjunktur. „Bei den aktuell sehr niedrigen Heizölpreisen kann man bei einer Bestellung zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls keinen gravierenden Fehler machen. Es liegt einer der besten Kaufmomente der vergangenen vier Jahre vor.“

„Wir sprechen für unsere Kunden keine Empfehlungen aus“, sagt Werner Peisker von der Korbacher Firma Grebe. Er geht davon aus, dass viele nach dem milden Winter und dem geringeren Verbrauch noch genügend Öl im Tank haben. (mjx)

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