2846 Jobsuchende im Landkreis

Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg sinkt auf 3,2 Prozent

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Waldeck-Frankenberg – Der Herbst belebt den heimischen Arbeitsmarkt und lässt die Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk Korbach sinken. Auch Langzeitarbeitslose profitieren.

Aktuell gibt es 2846 Jobsuchende im Landkreis Waldeck-Frankenberg, 107 weniger als im August und 61 weniger als im September 2018. Die Arbeitslosenquote fällt auf 3,2 Prozent: Das sind binnen Monatsfrist 0,2 Punkte weniger und 0,1 Punkte weniger im Jahresvergleich.

Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, teilt die Agentur für Arbeit Korbach mit, die für Waldeck-Frankenberg und den Schwalm-Eder-Kreis zuständig ist. Die Anzahl der Arbeitslosen zwischen 15 und 25 Jahren ging im Vergleich zum August um sieben Prozent zurück. Derweil liegt sie leicht höher als vor einem Jahr: 766 statt 759 junge Menschen waren betroffen. Insgesamt gab es im Agenturgebiet bei Frauen wie Männern deutliche Rückgänge gegenüber August eine leichte Verbesserung zu Vorjahr.

Auch setzte sich der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit vor allem im Rechtskreis SGB II nahtlos fort, der das Arbeitslosengeld II umfasst. Gegenüber dem Vorjahr beträgt das 18,5 Prozent. „Überhaupt haben Arbeitslose in SGB II und jobsuchende Frauen einen höheren Rückgang zu verzeichnen als in den letzten fünf Jahren zu diesem Zeitpunkt üblich“, wie die Agentur mitteilt.

Der Stellenbestand weist im September 3327 Offerten auf und liegt gemäß des Landestrends unterhalb des Vorjahresniveaus. Allerdings wurden überdurchschnittlich viele neue Beschäftigungsangebote in den vergangenen vier Wochen gemeldet, nämlich 812.

„Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Arbeitsagentur Korbach zeigt sich äußerst stabil“, bilanziert Manfred Hamel, Geschäftsführer operativ: „Die Reduzierung auf eine historisch niedrige Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent bedeutet einen der niedrigsten Werte in Hessen und ist überaus erfreulich; insbesondere die Rückgänge bei der Langzeitarbeitslosigkeit, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“ Das stimme optimistisch: „Ich blicke insgesamt positiv auf die letzten drei Monate des Jahres 2019 zumal der traditionell einstellungsstarke Monat Oktober noch folgt.“

Rückgang liegt nahe am hessischen Schnitt

In den beiden Landkreisen zusammen gibt es 5837 Jobsuchende, 424 weniger als im August. Im Vergleich hat Schwalm-Eder mit einer Arbeitslosenquote von 3 Prozent die Nase vorn vor Waldeck-Frankenberg mit 3,2 Prozent. Dort konnten die einzelnen Geschäftsstellen jeweils knapp zehn Prozent weniger Arbeitslose zum August melden, was hessischer Spitzenwert ist. Waldeck-Frankenberg liegt mit einen Rückgang von 3,6 Prozent knapp hinter dem Hessenschnitt.

Der Rückgang gemeldeter Arbeitsloser geht auf den Bereich des Sozialgesetzbuches II zurück, welche Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) umfasst. Hier gab es in Waldeck-Frankenberg 101 Arbeitslose weniger als im Vorjahr. Beim Arbeitslosengeld I stieg die Zahl derweil um 40 Personen, 18 davon im Bereich der Geschäftsstelle Bad Arolsen. 

Im Bereich der Langzeitarbeitslosen verzeichnet die für Waldeck-Frankenberg und den Schwalm-Eder-Kreis zuständige Agentur einen Rückgang um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwas aus der Reihe fällt der Geschäftsstellenbezirk Korbach, der einen Anstieg um 3,7 Prozent zu verzeichnen hat – beziehungsweise zwölf Personen. 

Die Anzahl der arbeitslosen Ausländer ging im Landkreis im Vergleich zum August und zum September 2018 leicht zurück, wegen der positiven Entwicklung im Bereich der Arolser Geschäftsstelle. 

Über die Arbeitslosigkeit hinaus erfassen Arbeitsagentur und Jobcenter die Unterbeschäftigung. Dabei werden auch Teilnehmer von Aktivierungen und beruflichen Eingliederungen, von der Sonderregelung für Ältere Betroffene, und „Personen, die nah am Arbeitslosenstatus sind“ gezählt. Im Agenturbezirk sind das 8563 Menschen. Gegenüber des Vormonats bedeutet das einen Rückgang um 308 Personen (3,5 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr sind es 363 (4,1 Prozent) weniger. 

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