Folge des Hitzesommers

Hessen-Mobil fällt gefährliche Bäume an Straßen um Frankenberg

+
An den Straßen im Frankenberger Land fällt Hessen-Mobil derzeit instabile Bäume und entfernt herunterhängende Äste. Viele Bäume sind morsch,  Harry Kirschner, Leiter der Straßenmeisterei in Frankenberg.

Durch die besonders heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 sind viele Bäume in Waldeck-Frankenberg morsch geworden, sie können den Straßenverkehr gefährden.

„Im Vergleich zu den Vorjahren sind es in diesem Jahr deutlich mehr Bäume, die gefällt werden müssen“, sagt Harry Kirschner, Leiter der Straßenmeisterei in Frankenberg. Durch die sehr trockenen Sommer in den letzten zwei Jahren gebe es sehr viel Totholz, erklärt Kirschner. Die trockenen und morschen Bäume werden gefällt, denn sie können bei Wind und Unwetter schnell umkippen und auf die Straße fallen.

Ein großes Problem sei der Borkenkäferbefall bei Fichten und „dass Buchen, Eichen und Erlen durch die Trockenheit so geschwächt sind, dass sie eine unglaublich große Angriffsfläche für Pilzbefall bieten“, sagt Kirschner. Die Pilze zersetzten die Bäume innerhalb von drei Monaten so stark, dass diese nicht mehr standsicher sind.

Von außen sehe man den Bäumen den Pilzbefall nicht unbedingt an, mittlerweile hätten die Arbeiter jedoch Erfahrung. Sichtbar werde der Befall vor allem nach dem Fällen – dann zerspringe der Stamm in viele kleinere Stücke, sagt Kirschner.

Neben dem Entfernen von verkehrsgefährdenden Bäumen führt Hessen-Mobil derzeit auch die regulären Gehölzpflegearbeiten durch. Dazu gehört das Schneiden von Ästen, die zu tief und weit über die Straßen reichen, damit dort ausreichend Lichtraum entsteht, und das Entfernen von nachwachsenden Bäumen, dem Pioniergehölz.

Ein Baumbeobachter von Hessen-Mobil kontrolliert während des Jahres die Straßen und Wege und markiert Bäume, die entfernt werden sollen. In der Vegetationsruhezeit von Anfang Oktober bis Ende Februar dürfen diese dann gefällt werden. Dabei hätten verkehrsgefährdende Bäume Vorrang, erklärt Kirschner.

Der Stapel auf dem Parkplatz an der Landesstraße zwischen Holzhausen und Hatzfeld  wird immer größer.

Einmal pro Jahr gibt es einen Runden Tisch, bei dem Hessen Mobil der Naturschutzbehörde vorstellt, in welchen Bereichen in der kommenden Saison Gehölz geschnitten werden soll. Landschaftsprägende Bäume würden separat mit den Naturschützern abgestimmt, sagt Kirschner.

Ein Großteil der Bäume wird mit einem Bagger gefällt. Im Raum Hatzfeld/Battenberg ist dies bereits abgeschlossen, im gesamten Straßenmeistereibezirk Frankenberg dauern die Arbeiten noch bis Mitte November.

Der Baumschnitt wird mit Lkw eingesammelt, zu einem Lagerplatz gebracht und dort klein gehäckselt. Die Häcksel werden dann in Heizkraftwerken verbrannt und zur Wärmegewinnung verwendet.

Verkauft werden die Häcksel jedoch nicht. „Früher haben wir noch etwas dafür bekommen, jetzt sind wir bestrebt, dass wir nicht dafür zahlen müssen“, sagt Kirschner. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.