Anekdoten, Fotos, Besonderheiten

Historischer Rundgang durch Münden mit zwölf Stationen

Das Projekt „Historischer Erlebnis-Rundgang“ haben viele Mündener mit Geschichten, Rat und Tat unterstützt.
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Das Projekt „Historischer Erlebnis-Rundgang“ haben viele Mündener mit Geschichten, Rat und Tat unterstützt.

Über einen „Historischen Erlebnis-Rundgang“ können Zugezogene und Gäste sich neuerdings ein lebendiges Bild von Münden und seiner Geschichte machen.

Lichtenfels-Münden – An zwölf Stationen werden Einblicke in die Ortsgeschichte gegeben, in das Leben vor Ort und Besonderheiten. Viele Mündener haben dabei geholfen, ihren Ort vorzustellen – mit Fotos, Geschichten, Anekdoten und Erlebnissen aus der Vergangenheit, die nicht in den Geschichtsbüchern stehen.

Die Idee für einen historischen Rundgang gab es schon länger. Als die Aussicht bestand, die Umsetzung aus dem Regionalbudget 2020 (siehe Hintergrund) über den Verein „Region Kellerwald-Edersee“ finanziert zu bekommen, ging Ortsvorsteherin Angela Scheuermann ans Werk. Im Januar stellte sie über die Stadt Lichtenfels den Antrag. „Als die Förderzusage kam, musste dann alles ganz schnell gehen, denn im Oktober sollte bereits alles abgerechnet sein.“

Da half, dass sie einige Stationen bereits geschrieben hatte. „Einige Häuser und Plätze waren gesetzt“, schaut sie etwa auf die Marienkirche und das ehemalige Pfarrhaus, die ehemalige Schule, den Friedhof mit dem Ehrenmal sowie das einstige Dorfgemeinschaftshaus, in dem früher Wäscherei und Heißmangel ihren Platz hatten. Um Erinnerungen und Anekdoten zu sammeln, besuchte Angela Scheuermann vor allem viele ältere Mündener, die ihre Erinnerungen preisgaben. Jüngere und Mitarbeiter des Bauhofes halfen später beim Aufstellen der Pfosten und Anbringen der Schilder.

Rund eine Stunde dauert der Rundgang, der am Friedhof startet. Von dort bietet sich ein guter Blick über den Ort – eine erste Orientierung Vorbei geht es am Sportplatz, einer Station des Lichtenfelser Panoramaweges, wo Vereine und Gruppen vorgestellt werden. Der Weg führt über die Orke, wo früher Schafe vor der Schur gewaschen wurden. Zu den weiteren Stationen gehört das Haus Sonnenschein mit seinem außergewöhnlichen Fachwerk, das ehemalige Gasthaus Huneck sowie dem einstigen Mühlen- und Pumpenhaus. „Unserem Ziel, die Identifizierung mit dem Ort zu stärken und Gästen, aber auch neu Zugezogenen die Geschichte Mündens auf kurzweilige Art näherzubringen, sind wir damit einen guten Schritt näher gekommen“, sagt die Ortsvorsteherin. Rund 4300 Euro hat das Projekt gekostet.

Ein zweiter Antrag ist bereits gestellt, um noch die geplanten Lern- und Spielstation für Kinder einzurichten. Für die haben vor allem junge Mütter aus Münden viele Ideen beigetragen. So viel sei verraten: „Alle Spiele werden einen Bezug zur jeweiligen Station haben und sie werden von Mündenern für Münden hergestellt“, freut sich Angela Scheuermann.

Ein Quiz in „Müngisch Platt“ rundet den „Historischen Erlebnis-Rundgang“ durch Münden ab.

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