Kommentar zu Problemen beim Zusammenleben mit Flüchtlingen: Noch mehr aufklären

Nach unserem Bericht über die Wohnsituation von Flüchtlingen hat Karl-Friedrich Geldbach aus Bromskirchen seine Erfahrung als Vermieter geschildert. Dazu ein Kommentar von Jörg Paulus.

Wenn es um die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen geht, dann sind Bürgermeister, Landrat und die zuständigen Mitarbeiter des Landkreises stets bemüht, das Positive herauszustellen. Und es gibt zu diesem Thema bei uns in Waldeck-Frankenberg ganz offensichtlich auch überwiegend Positives zu berichten. Allen voran sind da die vielen ehrenamtlichen Gruppen zu nennen, die sich um die Flüchtlinge kümmern und bei ihrer Arbeit viel Dankbarkeit erfahren.

Doch es wäre vermessen, zu glauben, diese Mammutaufgabe würde ohne Probleme ablaufen. Deshalb gehört auch ein Erfahrungsbericht wie der des Bromskirchers Karl-Friedrich Geldbach zur Wahrheit. Er mag eine von wenigen Ausnahmen und von einer gewissen Enttäuschung geprägt sein, spricht aber kritische Punkte an, die bei der Integration von Flüchtlingen allgemein noch stärker in den Fokus rücken müssten. Hier treffen Menschen aufeinander, die ein unterschiedliches Verständnis über Lebensweise, Kultur, Arbeit, Pünktlichkeit und Rollenverteilung haben. Logisch, dass es da Unklarheiten, Missverständnisse und auch Ärger gibt.

Wichtig ist, dass beide Seiten noch mehr Verständnis füreinander aufbringen. Hier muss in den Integrationskursen für die Flüchtlinge und vielleicht auch in Bürgerversammlungen für die Einheimischen noch mehr aufgeklärt werden. Das würde das Zusammenleben für alle einfacher machen.

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