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Parkhaus-Areal: Neue Hochschule in Frankenberg kann gebaut werden

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Von: Philipp Daum

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Wird abgerissen: das Parkhaus in Frankenberg. Auf der Fläche soll anschließend die neue Hochschule entstehen.
Wird abgerissen: das Parkhaus in Frankenberg. Auf der Fläche soll anschließend die neue Hochschule entstehen. © Jörg Paulus

Drei Varianten lagen auf dem Tisch – nach unzähligen Diskussionen wurde jetzt eine davon beschlossen: Der Kreistag hat sich in seiner Sitzung am Montag, 4. April, einstimmig darauf verständigt, dass auf dem Gelände des Parkhauses an der Uferstraße in Frankenberg ein Neubau der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) entstehen soll.

Konkret bedeutet das: Die Stadt Frankenberg setzt den Abriss des Parkhauses um und stellt das Baugrundstück baureif sowie altlastenfrei zum Kauf zu Verfügung. Der Kaufpreis beträgt 90 Euro pro Quadratmeter.

Die Zahl der Studierenden an der THM steigt stetig. Ein Neubau in Frankenberg ist daher schon seit vielen Jahren geplant. Wie berichtet, wollte auch die Sparkasse Waldeck-Frankenberg an ihrem Standort an der Uferstraße in Frankenberg ein Gebäude errichten und zwei Etagen an die THM vermieten. Außerdem hatte ein Investor Interesse signalisiert, auf dem Gelände gegenüber der Sparkasse an der Uferstraße einen Neubau für die THM zu errichten. Diese beiden Varian-ten wurden aber verworfen – auch, weil sich Landrat Jürgen van der Horst gemeinsam mit Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß zuletzt für den Neubau auf dem Parkhaus-Gelände stark gemacht hatte. Die damit verbundene städtebauliche Entwicklung in Frankenberg war beiden wichtig – das sahen nun auch die Abgeordneten im Kreistag so.

Während der Standort des neuen THM-Gebäudes somit feststeht, soll in den kommenden Monaten geprüft werden, wie genau die Errichtung des auf 6,8 Millionen Euro geschätzten Erweiterungsbaus wirtschaftlich umgesetzt wird. Möglich ist, dass der Landkreis das Projekt auf eigene Kosten realisiert – eine Finanzierung in einer öffentlich-privaten Partnerschaft ist aber ebenfalls eine Option, die geprüft wird. Hierbei baut ein Investor und vermietet das Objekt an den Landkreis. Wann mit dem Bau des neuen THM-Gebäudes begonnen werden kann, hängt daher auch davon ab, wie schnell hier eine Entscheidung getroffen wird.

Das sagen die Fraktionen im Kreistag

„Heute ist ein guter Tag für die Bildung in Waldeck-Frankenberg. Was lange währt, wird endlich gut. Lasst uns das Projekt schnell anpacken, denn die Schülerinnen und Schüler von heute werden die Studentinnen und Studenten von morgen sein“, sagte Bastian Belz (FDP).

Uwe Steuber, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, betonte, dass die Diskussion um den Standort des THM-Neubaus „eine gute Richtung“ genommen habe. Die Bildung in Waldeck-Frankenberg werde ebenso gestärkt wie städtebauliche Entwicklung in Frankenberg.

Uwe Patzer (Grüne) wies darauf hin, dass die THM ein Erfolgsprojekt sei. Die Zahl der Studierenden habe sich in den zurückliegenden zehn Jahren verzehnfacht und liege mittlerweile bei deutlich über 200. CDU-Fraktionschef Timo Hartmann sagte, dass es seiner Fraktion wichtig sei, nun schnell zur Umsetzung des Neubaus zu kommen, um den THM-Standort im Kreis auch langfristig zu sichern.

SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling betonte, dass der THM-Neubau auch für die heimische Wirtschaft wichtig sei, schließlich würden dringend Fachkräfte benötigt, die nun in größerer Zahl im Kreis ausgebildet werden könnten.

Dem stimmte auch Arno Wiegand (fraktionslos) zu, der aber auch noch einmal explizit darauf hinwies, dass zu den Gewinnern neben der Wirtschaft und den Studierenden auch die Stadt Frankenberg gehöre.

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