Viele Pläne für Investitonen in Bad Arolsen

Hotelier Alexander Fitz will durchstarten nach Lockdown

Thekeneröffnung: Drei Männer stehen vor der Gaststätten-Theke. An den Zapfhähnens tehen zwei Männer und eine Frau
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Optimistischer Hotelier und Brauerei-Inhaber Alexander Fitz am Zapfhahn: Über die Stimmung in der Gastronomie sprachen von links Landrat Dr. Reinhart Kubat, Hendrik Block von der Waldeckischen Domanialverwaltung, Johannes Kirr als Mitarbeiter von Hotelkaufmann Alexander Fitz mit Assistentin Jutta Binder und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese bei einem Besuch in der wiedereröffneten Gaststätte „Friedrich’s“ am Residenzschloss.

Die vergangenen Monate des Lockdowns waren existenzbedrohend für alle Betriebe des Gastgewerbes. Davon kann auch der Bad Arolser Hotelkaufmann Alexander Fitz, Chef der H-Hotels-Gruppe, ein Lied singen.

Bad Arolsen - Seine Hotelgruppe sei mit ihren 60 Hotels und rund 3000 Angestellten bestens aufgestellt gewesen, als die Corona-Pandemie übers Land kam und die Wirtschaft lähmte. Über viele Monatehinweg habe die ganze Branche ohne jegliche Einnahmen überleben müssen.

Fast alle Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt, aber viele Kosten zur Unterhaltung und Bewachung der Hotelimmobilien liefen weiter. Die staatlichen Überbrückungshilfen seien in seiner Branche nicht oder zu spät angekommen.

Neustart an der Schlossstraße

Umso hoffnungsvoller setze die Gastro-Branche nun auf ein Durchstarten nach Aufhebung der vielfältigen Corona-Beschränkungen. In Bad Arolsen ist dieses Gefühl des Aufatmens besonders gut in der Schlossstraße zu spüren, wo gleich mehrere Gaststätten wieder ihre Außengastronomie eröffnet haben.

Alexander Fitz ist hier neuer Pächter des früheren Restaurants Schlossgarten, das ab sofort unter dem Namen „Friedrich’s“ firmiert. Eine Anspielung auf den Stadtgründer, den Grafen Friedrich Anton Ulrich, der nach der erhebung in der Fürstenstand den Schlossbau in Auftrag gab.

Eigene Edelspirituosen kreiert

Das benachbarte Gaststättengebäude gehört der Waldeckischen Domanialverwaltung, die den Pächterwechsel und den monatelangen Lockdown für umfassende Umbauten nutzte. Vor allem wurde der viel zu kleine Küche vergrößert. An der Stelle, an der bisher ein Salatbüffet präsentiert wurde, zieht nun ein riesiges, von hinten beleuchtetes Weinregal die Blicke auf sich.

Hier staunten auch Landrat Dr. Reinhard Kubat, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und die versammelte Spitze der Waldeckischen Domanialverwaltung, Dr. Günter Steiner und Hendrik Block, als Hotelkaufmann Fitz die auf seinem Landauer Schloss kreierten Likör-Brände präsentierte.

Drei frische Premiumbiere am Start

Diese edlen Spirituosen sollen ebenso wie die drei frischen Arolser Biersorten künftig in allen H-Hotels deutschlandweit serviert werden. Voller Optimismus und Tatendrang will Fitz nun am Ende des Lockdowns wieder durchstarten.

Auch deshalb habe er im Januar die Anteilsmehrheit in die Allersheimer Brauerei erworben, wo derzeit das Arolser Bier gebraut wird. Ganz neu im Programm sind neben dem Pils ein fruchtig-firsches Weizenbier und ein malzig-würziges Alt-Waldecker Dunkel. Alle drei Premiumbiere werden in den Getränkemärkten der Region zu Premium-Preisen angeboten. Im Restaurant „Friedrich’s“ gibt es dazu die passenden Gläser im neuen Design. Alles wirkt harmonisch abgestimmt.

Wild entschlossen zum Umbau

Eigentlich wollte Alexander Fitz nach dem Kauf des Hofbrauhauses mit seiner Brautradition seit 1131 so schnell wie möglich durchstarten und auf dem Gelände der alten Hofbrauerei einen komplett neue, hochmoderne Braustätte errichten lassen.

Doch Corona zwang dazu, diese kosteninstensiven Pläne vorerst auf Eis zu legen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wie also soll es nun weitergehen?

Seine nur zeitlich verschobenen Investitionspläne umriss Alexander Fitz im Gespräch mit der WLZ so: Es bleibt dabei, dass das historische Hofbrauhaus zu einer modernen Gaststätte mit Sälen und Außengastronomie umgebaut wird. Auch eine kleine Schaubrauerei wird hier in den kommenden Jahren entstehen.

„Verzögerung lag nicht an mir“

Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird das bisherige, vielfach verschachtelte Brauereigebäude abgerissen und der alte Pferdeteich wieder angelegt.

Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres soll mit der Modernisierung der Gaststätte im Hofbrauhaus begonnen werden. Als Termin für die Fertigstellung nennt Fitz vorsichtig „nicht vor 2023“. Und er versichert mit optimistischem Lächeln: „Ich bin nach wie vor wild entschlossen. Aber die Verzögerung lag nicht an mir.“ (Elmar Schulten)

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