143 Ideen zur Entwicklung der Stadt

Ein Bild aus besseren Tagen: Immer wieder wird fehlender Blumenschmuck in der Brunnenallee bemängelt. Ein neues Pflanzkonzept soll bis zum Sommer umgesetzt sein. Archivfoto:  Schade

Bad Wildungen. Der Bürgerhaushalt 2016 hat wieder eine enorme Resonanz in der Bevölkerung ausgelöst. 88 Wildunger reichten 143 Vorschläge und Anregungen per E-Mail oder Rückantwortkarte ein. Einige Ideen dieses inzwischen vom Stadtparlament beschlossenen Paketes soll nun geprüft und/oder auch umgesetzt werden.

Während Vorschläge des Bürgerhaushaltes in den Vorjahren aus dem allgemeinen Haushalt finanziert wurden, hat die Stadt nun erstmalig einen Betrag von 10 000 Euro für nachhaltige Projekte bereitgestellt, bei deren Umsetzung eine aktive Beteiligung der Bevölkerung erwünscht ist. Dabei handelt es sich um

• die Aktivierung der Pumpe am Pumpengässchen,

• eine Förderung zu den Kosten der Kinder-Uni,

• Anbringung von Kletterpflanzen an Häusern der Altstadt

• Einrichtung eines Unterstandes im Königsquellenpark.

Mehrere Eingaben befassten sich mit einer Verbesserung der Bepflanzung in der Brunnenallee - auch wiederholt schon Thema im Parlament. Kommentar der Verwaltung: Die Stadtgärtnerei hat bis Sommer 2016 Zeit, das neue Konzept umzusetzen.

Wiederholt taucht das Thema Verkehr im Bürgerhaushalt auf. Einer gewünschten Verkehrsberuhigung in Richard-Kirchner- und auch Laustraße wird nicht entsprochen, da beide als innerörtliche Hauptverkehrsstraßen ausgebaut sind. Auch ein dauerhaften Blitzer in der Ortsdurchfahrt Wega ist nicht vorgesehen. Die Anlage eines Zebrastreifens in der Itzelstraße im Bereich der Molkerei soll dagegen geprüft werden.

Einige Bürger wünschen sich im Stadtgebiet mehr Mülleimer und Behälter für Hundekot. Dem will die Stadt nicht folgen. „Hundehalter sollten ein bis zwei Tüten dabei haben, dann gibt’s auch keine Probleme“, sagt Bürgermeister Volker Zimmermann. Auch die Zahl der Mülleimer sei verringert worden. Hier setzt die Stadt auf mehr Verantwortungsbewusstsein ihrer Bürger.

Ein Dauerbrenner im Bad Wildunger Bürgerhaushalt ist der Wunsch nach einem Kino - zum Beispiel in der alten Molkerei. Antwort der Stadtverwaltung: Bad Wildungen gehört zum Einzugsbereich des Fritzlarer Kinos. Daher stehe kein Betreiber zur Verfügung. Zudem würden interessante Filme in der kommunalen Kinoreihe in der Wandelhalle Reinhardshausen laufen.

Öffentliche W-Lan-Zugänge an zentralen Orten der Stadt wünscht sich ein weiterer Teilnehmer. Die gibt es nach Auskunft der Stadtverwaltung an der Wandelhalle, der Stadtbücherei und der Tourist-Info. Zusätzliche Standorte sind nicht vorgesehen.

Weiterer Wunsch: Bezahlmöglichkeiten an Parkautomaten mit Langzeitparkschein per EC-Karte. Mit den vorhandenen Solar-Geräten nicht möglich, sagt die Verwaltung. Mit einem neuen Gerät ist aber zum Beispiel am Parkdeck Mittelstraße eine Probephase geplant., Zahlen per Handy wird beobachtet. Derzeit seien die Kosten aber noch zu hoch.(sch)

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