Corona: Der aktuelle Stand

Impfkampagne in Waldeck-Frankenberg: Für jeden ein Impfangebot

Auf diesem Symbolbild erhält eine Frau eine Corona-Schutzimpfung. In Waldeck-Frankenberg wurden bisher rund 100 000 Erst- und Zweitimpfungen verabreicht.
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Auf diesem Symbolbild erhält eine Frau eine Corona-Schutzimpfung. In Waldeck-Frankenberg wurden bisher rund 100 000 Erst- und Zweitimpfungen verabreicht.

Wie sieht die aktuelle Impfquote in Waldeck-Frankenberg aus und wie will man bisher noch nicht Geimpfte erreichen? Wir haben beim Landkreis nachgefragt.

Waldeck-Frankenberg – In Waldeck-Frankenberg sind im Impfzentrum und durch die mobilen Impfteams bisher fast 105.000 Impfungen – Erst- und Zweitimpfungen – gegen das Coronavirus verabreicht worden. Mittlerweile habe jeder, der sich über das hessische Impfportal angemeldet hat, einen Impftermin bekommen, hatte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese am 9. Juli im Kreistag berichtet.

„Seit Beginn der Impfungen war es das Ziel des Landkreises, möglichst vielen Menschen in Waldeck-Frankenberg kurzfristig ein Impfangebot machen zu können“, teilte der Landkreis auf Nachfrage mit. „Aktuell stehen wir vor der Situation, dass genügend Dosen verfügbar sind.“

Der Haupt-Anmeldeweg für eine Impfung läuft seit Beginn der Impfungen über das Land Hessen. Der Landkreis habe seit Beginn der Impfungen aber „immer sehr flexibel auf die aktuelle Lage reagiert und passgenaue und individuelle Angebote entwickelt“, um möglichst viele Menschen schnell zu impfen.

Der Landkreis sei jetzt in der komfortablen Lage, jedem Bürger kurzfristig ein Impfangebot zu unterbreiten. Jeder der dieses Angebot annehme, trage direkt dazu bei, schnellstmöglich wieder zu einem Zustand der Normalität möglichst ohne Einschränkungen zurückzukehren, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Dazu zählen folgende Impfangebote:

Aufsuchendes Impfen

Neben den Impfungen im Impfzentrum in Korbach und über die mobilen Teams in zahlreichen Einrichtungen wurde ab Februar das aufsuchende Impfen vor Ort in den Städten und Gemeinden angeboten. Menschen über 80 Jahre hatten so die Möglichkeit, auf kurzem Weg in ihrer Heimatgemeinde geimpft zu werden, wodurch insbesondere ältere und mobil eingeschränkte Menschen unterstützt werden konnten.

„Durch die Aktion wurde sichergestellt, dass jeder in dieser Altersgruppe definitiv ein Impfangebot erhalten hat, da die über 80-Jährigen persönlich durch die Kommunen angeschrieben wurden“, so das Fazit des Landkreises. „Durch die Initiative konnte über die mobilen Teams des Landkreises ein Großteil der Menschen, die altersbedingt zur Risikogruppe gehören, zeitnah geimpft werden und daher noch zügiger als in anderen Regionen.“

Nachrücker-Plattform

Damit möglichst keine Impfdosis im Zentrum verfällt, hat der Landkreis zudem Anfang April die Impfnachrücker-Plattform ins Leben gerufen, über die schnell und einfach im Impfzentrum übrig gebliebene Dosen nach dem Zufallsprinzip an Impfwillige vergeben werden. Auch Dosen, die für Personen eingeplant waren, die ohne Absage nicht zum Termin erschienen sind, konnten und können weiterhin über das System verimpft werden.

Bisher haben sich laut Landkreis fast 15 000 Menschen für diesen Service registriert; über 4250 haben darüber eine Impfung erhalten.

Wunschtermin-Hotline

Um auch den Menschen, die aus beruflichen oder familiären Gründen terminlich nicht so flexibel sind, einen schnellen und unkomplizierten Weg zur Impfung zu ermöglichen hat der Landkreis seit Juli eine Hotline geschaltet, bei der jeder direkt im Impfzentrum seinen Wunschtermin vereinbaren kann. Über diesen Weg seien bereits 726 kurzfristige Wunschtermine für Impfungen vereinbart worden.

Impfen in Schulen

Vor den Sommerferien hat der Landkreis damit begonnen, allen Impfwilligen an den Schulen des Landkreises vor Ort ein Impfangebot zu machen. Die mobilen Impfteams kommen dazu in die Schulen und impfen nach Wunsch auch Schülerinnen und Schüler; bei unter 18-Jährigen mit nach Einwilligung der Eltern und wenn ein Erziehungsberechtigter bei der Impfung anwesend ist.

Impfen für Handwerker

Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft bietet der Landkreis seit Juli eine weitere Aktion an: Das Impfen von Mitarbeitern in Handwerksbetrieben. Dafür seien alle Betriebe im Landkreis angeschrieben worden. Täglich ab 17 Uhr werden Impftermine für Angehörige dieser Gruppe bereitgestellt, für die berufsbedingt Termine am späten Nachmittag gut passend seien. Über die Kreishandwerkerschaft können sich die Impfwilligen anmelden – der Landkreis hält die täglichen Impfangebote bereit. Von Jörg Paulus

Impfquote im Kreis Waldeck-Frankenberg

Im Landkreis gab es bisher folgende Corona-Impfungen (Stand: Freitag, 16. Juli):

Impfzentrum und mobile Teams: 57.619 Erstimpfungen und 46.745 Zweitimpfungen.

Haus-/Fachärzte: 36.605 Erstimpfungen und 23.956 Zweitimpfungen sowie 4706 Johnson & Johnson (Einmalimpfung). Die Zahlen der Betriebsärzte liegen nicht vor.

Die Impfquote im Kreis beträgt damit: 60,2 % Erstimpfungen und 48,2 % Zweitimpfungen.

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