Krankenhäuser wollen Patienten schützen

In Akutkliniken in Waldeck-Frankenberg gilt ab Montag 2G für Besucher

Zutritt nur für Geimpfte und Genese: Das gilt, wie hier auf dem Symbolbild, ab Montag auch für Besucher in den Akutkrankenhäusern im Kreis.
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Zutritt nur für Geimpfte und Genese: Das gilt, wie hier auf dem Symbolbild, ab Montag auch für Besucher in den Akutkrankenhäusern im Kreis.

Für Besucher im Krankenhaus Bad Arolsen, den Asklepios-Kliniken Bad Wildungen, dem Kreiskrankenhaus Frankenberg und der Stadtklinik Korbach gilt ab Montag, 8. November, die 2G-Regelung.

Waldeck-Frankenberg – Dazu haben sich die Geschäftsführungen der vier Akut-Kliniken in Waldeck- Frankenberg angesichts massiv steigender Corona-Inzidenzen entschlossen. Das bedeutet, dass jeder, der einen Patienten besuchen oder einen ambulanten Patienten zu einer Untersuchung begleiten möchte, nachweisen muss, dass er genesen oder geimpft ist, teilten die Kliniken am Freitag mit.

Ausnahmen gelten nur in besonderen Situationen (zum Beispiel Geburten, Sterbeprozess), die auch in der Corona-Schutzverordnung genannt sind, sowie für Eltern Minderjähriger und amtliche Betreuungspersonen.

„In Krankenhäusern geht es in erster Linie um den Schutz von kranken, häufig alten und geschwächten Menschen, die durch eine leichtsinnig verursachte zusätzliche Corona-Infektion, in Lebensgefahr geraten können“, erklärt Geschäftsführerin Margarete Janson vom Kreiskrankenhaus in Frankenberg. „Ungeimpfte Patienten erhalten bei der stationären Aufnahme darum aus Sicherheitsgründen einen PCR-Test und nicht nur einen Antigen-Test. Mit ungeimpften Besuchern ist das vor Ort nicht durchführbar.“

Mit 2G-Regel Besuchsverbot verhindern

„Wir möchten vermeiden, dass wir wieder ein generelles Besuchsverbot wie im vergangenen Winter aussprechen müssen. Dies war für Patienten, Angehörige und unsere Mitarbeiter eine sehr unangenehme Situation“, berichtet Anne Bülling, Geschäftsführerin des Krankenhauses in Bad Arolsen. „Mit geimpften oder genesenen Besuchern, die trotzdem Maske tragen und Abstand zum Patienten halten, ist das Risiko eingrenzbar und zum jetzigen Zeitpunkt vertretbar.“

„Anders als in Alten- und Pflegeheimen sind unsere Patienten ja in der Regel nur einen begrenzten Zeitraum bei uns. Für diese Zeitspanne ist es zumutbar, nur geimpfte oder genesene Angehörige als Besucher zuzulassen. Wer nicht persönlich kommen kann oder darf, hat natürlich weiterhin die Möglichkeit, telefonisch mit dem Patienten in Kontakt zu bleiben und auch einen Telefontermin mit dem behandelnden Arzt zu vereinbaren“, relativiert der Geschäftsführer der Stadtklinik Korbach, Sassan Pur, die Tragweite dieser Entscheidung.

Zum Schutz der Patienten weiter FFP2-Masken tragen

„Für die uns anvertrauten Patienten und auch unsere Mitarbeiter tragen wir eine große Verantwortung. Wir geben hier jeden Tag unser Bestes, um einen Ausbruch zu vermeiden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen am Patientenbett trotz Impfungen und regelmäßigen Testungen weiterhin eine FFP2-Maske“, gibt die Geschäftsführerin der Asklepios-Kliniken Bad Wildungen Katrin Kern zu bedenken. „Wir appellieren daher an die Angehörigen unserer Patienten, ihre eigene Verantwortung gegenüber ihrem kranken Familienmitglied genauso ernst zu nehmen. Auch Geimpfte und Genesene sollten von einem Besuch Abstand nehmen, wenn sie Erkältungssymptome haben.“  (Martina Biedenbach)

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