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Dramatische Rettung: Hund aus überhitztem Auto am Edersee befreit

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Von: Cornelia Höhne

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Tödliche Gefahr: Feuerwehr und Polizei retteten einen Hund aus einem völlig überhitzten Auto in praller Sonne auf einem Parkplatz am Edersee. symbol
Feuerwehr und Polizei retteten einen Hund aus einem völlig überhitzten Auto, das in praller Sonne auf einem Parkplatz am Edersee stand. (Symbolbild) © Cornelia Höhne

Polizei und Feuerwehr retten einen stark hechelnden Hund, dem ein Hitzeschlag drohte, aus einem völlig überhitzten Auto auf einem Parkplatz am Edersee.

Edertal-Hemfurth/Edersee – Das Auto stand am Dienstag (9. August) gegen 15 Uhr auf einem Parkplatz nahe des Edersees in der prallen Sonne. Das „Herrchen“ aus dem Raum Fulda bemerkte von dem Einsatz nichts, denn der 58-Jährige war derweil im schattigen Kletterwald unterwegs.

Hund bei Hitze im Auto gelassen - Scheiben nur einen Spalt geöffnet

Aufmerksamen Touristen war der Hund aufgefallen, der in dem Auto saß und sichtlich unter der Gluthitze litt. Er versuchte, durch einen kleinen Spalt an einer Fensterscheibe nach Luft zu schnappen. Die Urlauber wollten schon Alarm schlagen, da trafen sie zufällig auf eine Beamtin der Wasserschutzpolizei.

Laut Polizeibericht fand die Beamtin des Wasserschutzpolizeipostens Waldeck einen sehr großen, schwarzen Hund in dem Auto vor. Es stand auf dem Parkplatz am Kletterpark bei 28 Grad Außentemperatur in der prallen Sonne. Die Autoscheiben waren nur etwa zwei Zentimeter geöffnet - dem Hund drohte ein Hitzschlag.

„Es war dramatisch“ - Hund aus überhitztem Auto am Edersee gerettet

Die Polizistin verständigte die zuständige Polizeistation in Bad Wildungen. Unterdessen wurde in der Nähe eine Suche nach den Besitzern eingeleitet. Sie endete jedoch erfolglos. Anhand des Kennzeichens konnte zwar der Halter ausfindig gemacht werden, ein telefonischer Kontakt kam aber nicht zustande, weil der Mann sein Mobiltelefon im Auto gelassen hatte, teilte die Korbacher Polizei mit.

Der Hund in dem überhitzten Auto machte nach Aussagen der Beobachter einen völlig erschöpften Eindruck und war sichtlich angeschlagen. „Es war dramatisch“, sagte ein Beamter.

Zur Rettung des Hundes wurde die Feuerwehr Hemfurth/Edersee alarmiert. Die Einsatzkräfte schlugen eine hintere Autoscheibe ein und öffneten den Wagen. Der Hund wurde befreit und anschließend im Schatten mit Trinkwasser und Leckerlis versorgt.

Gegen den Halter hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Überhitztes Auto kann zur tödlichen Gefahr werden

Ein überhitztes Auto kann im Sommer zur tödlichen Gefahr für Hunde werden. Bereits ab einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius können schon wenige Minuten kritisch werden.

Das Innere eines Autos heizt sich bei Sonnenschein sehr stark auf. Bei einer Außentemperatur von 28 Grad steigt die Innentemperatur schon nach 30 Minuten auf etwa 44 Grad und nach 60 Minuten auf rund 54 Grad. Wird der Hund dann nicht rechtzeitig befreit, droht ihm ein Hitzschlag, der zum Tod führen kann.

Im Gegensatz zu Menschen schwitzen Hunde nicht sondern regulieren ihren Wärmehaushalt durch Hecheln. Den Wasserverlust muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es diese Möglichkeit nicht, steigt die Körpertemperatur an. Dann kommt es zu einem Hitzschlag, und lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend durchblutet. (Cornelia Höhne)

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