Integration Lebenshilfe-Mitarbeiter: Gruppe aus Bangladesch bei Osborn

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Delegation aus Bangladesch: Die Gäste und ihre deutschen Begleiter sahen sich in der Firma Osborn an, wie dort Mitarbeiter der Lebenshilfe in die Arbeit eingebunden werden. Geschäftsführer Albrecht Teich (hinten Mitte links) führte die Gruppe.

Burgwald. Eine Delegation aus dem fernen Bangladesch besuchte ein Integrationsprojekt der Firma Osborn.

Wie beschäftigt das Unternehmen Osborn Mitarbeiter mit Behinderungen, wie nutzt sie deren Potenzial? Diese Frage interessierte eine Delegation aus dem fernen Bangladesch, die am Donnerstag den Hersteller von Industriebürsten in Burgwald besichtigte.

Dort sind zwölf Mitarbeiter der Lebenshilfewerkstatt Frankenberg in die Produktion einbezogen. Sie erledigen Montage- und Verpackungsarbeiten und arbeiten in gemischten Gruppen zusammen mit Osborn-Mitarbeitern und tragen wie diese einheitlich Arbeitskleidung. Die Lebenshilfe stellt den Fahrdienst und das Mittagessen sowie die Betreuung während der Arbeitszeit zur Verfügung (HNA berichtete).

„Wir sind sehr beeindruckt“, so lautete die Bilanz von Mikali Shipar (Staatssekretär Arbeitsministerium) und Nasima Begum (Staatssekretärin Frauen und Kinder). Sie nehmen zusammen mit Vertretern aus Regierung, Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft in Bangladesch an einer Informationsreise teil, um Einblicke in die sozialen Standards in Deutschland zu erhalten. Dabei stehen neben der Teilhabe von Menschen mit Behinderung auch Sicherheitsstandards im Mittelpunkt, insbesondere vor dem Hintergrund des Einsturzes einer Textilfabrik 2013 in Dhaka mit vielen Toten und Verletzten.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit setzt im Auftrag des Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit ein Projekt zur Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Industrie in Bangladesch um. Die Info-Reise ist Teil dieses Projektes.

Nach Burgwald kam die Delegation auf Einladung des Werkstattleiters der Lebenshilfewerkstatt Frankenberg, Martin Henke. Der Kontakt kam durch eine ehemalige Mitarbeiterin der Werkstatt, Bettina Schmidt aus Frankenberg, zustande. Sie arbeitet für die GIZ in Bangladesch und betreut dort unter anderen Menschen, die beim Einsturz der Textilfabrik verletzt wurden.

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