Julien Baker: Little Oblivions

Elend der Enge in weiten Klangsphären

Julien Baker: Little Oblivions
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Julien Baker: Little Oblivions

Eine Musikerin am Abgrund – Singer-Songwriterin Julien Baker aus Memphis, Tennessee, erzählt von Sucht, Schuld und Depressionen. Ihr neues Album heißt Little Oblivions.

Alkohol, Beziehungsstress, Selbstverletzungen. Und ein schwieriges Umfeld, denn Julien ist als Lesbe in einer evangelikalen Familie in den USA aufgewachsen. Die Religion, der dämonisierende Umgang mit Suchtmitteln erschwert die Lage. Die 25-jährige hat schon viel erlebt. Ihre beichtenden Songs sind sehr persönlich und schweben – Traumsphären gleich – im weit hallenden Soundkosmos. Die diesmal vielen Instrumente spielt sie großteils selbst, weit hallende Synthesizer-Klänge dominieren.

Mit zerbrechlicher Stimme singt sie vom Elend, etwa ihrem gestörten Verhältnis zum Glauben. Oder von Einsamkeit, Verzweiflung und der im konservativ zähen Sumpf steckengebliebenen Gesellschaft. Keine leicht verdauliche Kost, kein Hitverdacht, kaum Kontraste und keine Refrains. Eher eine recht monotone, melancholische, atmosphärische Reise zum tiefen Gefühlschaos. Tipp: „Crying Wolf“.

www.julienbaker.com

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