Hobby-Landwirt ärgert sich über die Täter

Dreiste Diebe klauen in der Nacht Kartoffeln von Acker bei Helmscheid 

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Hobby-Landwirt Frank Emde hat Kartoffeln geerntet  Der Berndorfer musste allerdings auch feststellen, dass Erdäpfel von seinem  Acker gestohlen wurden. 

 Seit 20 Jahren baut Frank Emde auf seinem Feld bei Helmscheid hobbymäßig Kartoffeln an. Die Freude daran wurden in den zurückliegenden beiden Jahren getrübt.

Der Berndorfer, der im Hauptberuf Tischler ist, wurde bestohlen. 2019 hatten Unbekannte in zwei Nacht-und-Nebel-Aktionen Kartoffeln von seinem Acker geklaut. Vor einer Woche, in der Nacht von Montag, 31. August, auf Dienstag, 1. September, kam es erneut zum Diebstahl – wenngleich sich der 44-Jährige gar nicht so sehr über die relativ geringe Menge an gestohlenen Erdäpfeln aufregt. Vielmehr prangert er die mit dem Kartoffel-Klau verbundene Zerstörung eines Teils des Ackers an.

„Das sind Lebensmittel, die hier angebaut und geerntet werden. Solche Diebstähle und vor allem die entandenen Verwüstungen sind nicht nur ärgerlich. Sie sind auch respektlos gegenüber Menschen, die einen eigenen Anbau mit viel Leidenschaft betreiben. Letztlich wird durch die zugefügten Schäden auch das Lebensmittel, das hier entsteht, ohne Respekt behandelt“, sagt Frank Emde.

Schäden erschweren die Ernte der Kartoffeln

Sein rund 1000 Quadratmeter großer Kartoffelacker liegt nahe der Bahnstrecke zwischen Berndorf und Helmscheid. Dort baut er Knollen für die eigene Familie und Freunde an. Wenn etwas übrig bleibt, spendet er diese Kartoffeln an die umliegenden Tafeln.

Die Menge, die zuletzt vor einer Woche gestohlen wurde, sei zwar überschaubar gewesen. „Jedoch erschweren die Schäden unsere Ernte erheblich“, sagt der Berndorfer. Er vermutet, dass die Kartoffeln nachts per Hand aus der Erde geholt, in einen Sack gepackt und über den Boden geschleift sowie anschließend abtransportiert wurden. Wie genau sich das Wegbringen der Erdäpfel abgespielt haben könnte, sei unklar. Auf dem Acker habe er Schuhabdrücke entdeckt, verdächtige Reifenspuren seien aber nirgendwo zu sehen gewesen.

Kartoffeln stümperhaft aus der Erde gebuddelt

Am Montag sei er noch auf dem Acker gewesen. „Alles war wie immer“, sagt er. Die Schäden habe er am Dienstagmorgen festgestellt, als er mit der Ernte beginnen wollte. „Es muss also nachts passiert sein. In drei Reihen wurden auf 150 Quadratmetern stümperhaft und teilweise kreuz und quer Kartoffeln aus der Erde gebuddelt. Viele wurden auch liegen gelassen, so dass meine Frau und ich diese erst mal auflesen mussten. Wenn die Kartoffeln länger gelegen hätten, wären sie nach ein paar Tagen kaputt gegangen oder hätten als Tierfutter geendet.“

Durch das Durcheinander habe er es mit der Maschine schwer gehabt, die Kartoffeln zu lesen. „Es ist einfach ärgerlich. Wir machen uns die ganze Arbeit und dann wird vieles kaputt gemacht.“

Hoffen auf Hinweise von Zeugen

Der 44-Jährige glaubt, dass für den Diebstahl und die Zerstörung einer oder mehrere Täter verantwortlich gewesen seien. „Ich gehe auch davon aus, dass es jemand aus der Umgebung gewesen ist. Die Fläche ist ja nicht groß und auffällig. Da wusste schon einer ganz genau, dass ich hier Kartoffeln angebaut habe.“ Frank Emde hofft, dass jemand in Nacht des Diebstahls irgendetwas Verdächtiges beobachtet hat. In den kommenden Tagen will er zudem Anzeige bei der Polizei erstatten.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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