Vereinbarung der Kommunen wegen Corona

Keine Großveranstaltungen in Waldeck-Frankenberg bis Ende September

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Großveranstaltungen wie der Pfingstmarkt in Frankenberg sind bis mindestens Ende September in Waldeck-Frankenberg untersagt.

In einer Telefonkonferenz haben der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die 22 Städte und Gemeinden besprochen, wie sie angesichts der Corona-Pandemie mit Großveranstaltungen umgehen wollen.

Der Landkreis und die Kommunen haben vereinbart, dass es zunächst bis inklusive September keine Großveranstaltungen in Waldeck-Frankenberg geben wird, bei denen die Kommunen selbst als Veranstalter auftreten oder für die die Städte und Gemeinden öffentliche Veranstaltungsorte zur Verfügung stellen. 

„Das betrifft solche Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen nicht sichergestellt werden kann – unabhängig von der Teilnehmerzahl“, sagte Pressesprecherin Ann-Katrin Heimbuchner nach der Telefonkonferenz.

Die Stadt Frankenberg hatte zum Beispiel schon den Pfingstmarkt abgesagt, bei dem sie der Veranstalter gewesen wäre. Er hätte Ende Mai/Anfang Juni an fünf Tagen mit rund 200.000 Besuchern stattfinden sollen.

Private Veranstaltungen

Private Veranstaltungen seien davon zunächst nicht betroffen – es sei denn, das Land Hessen würde hierfür eine entsprechende Verordnung erlassen oder sie finden an einem öffentlichen Veranstaltungsort in Waldeck-Frankenberg statt. 

"Grundsätzlich ist der Veranstalter – ob öffentlich oder privat – für die Absage seiner Veranstaltung zuständig. Wenn private Veranstalter für ihr Event bereits jetzt öffentliche Räumlichkeiten gemietet haben, diese aber von der Stadt oder Gemeinde dem Veranstalter wieder entzogen werden, ist die jeweilige Kommune Ansprechpartner für mögliche Entschädigungen", heißt es in der Pressemitteilung aus dem Kreishaus.

Regelung in Hessen bis 5. Juni

Die aktuellen Regelungen des Landes zu den Großveranstaltungen gelten ohnehin zunächst bis 5. Juni. "Bund und Land haben verabredet, diese bis Ende August fortzuführen – die entsprechenden Verordnungen hierfür müssen aber noch getroffen werden. Offen bleibt, ob es mit Ablauf des 31. August weitere Landesregelungen ab dem September geben wird", teilte der Landkreis mit.

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