Kellerwalduhr: Bau startet diese Woche mit Rodung - 2016 soll Gebäude stehen

So ist der Plan: Die neue Kellerwalduhr (siehe anderes Bild) soll am Euler-Waldparkplatz entstehen. Der Parkplatz ist auf dieser Grafik die größere, gelbe Fläche am oberen rechten Bildrand. Vom Euler-Parkplatz aus soll dann ein barrierefreier Zugang zum Info-Zentrum entstehen (graue Fläche). 

Frankenau. Vier Jahre Planung sind zu Ende: Ab Mittwoch dieser Woche wird mit Rodungsarbeiten die Fläche für den Bau der neuen Kellerwalduhr am Euler-Parkplatz in Frankenau hergerichtet.

„Der letzte Knoten ist gelöst. Alle Einwände und Hinweise wurden berücksichtigt und abgearbeitet“, sagte Bürgermeister Björn Brede (SPD) am Montagabend in der Parlamentssitzung in Louisendorf.

Auch Nationalparkamt-Leiter Manfred Bauer, der an seinem 60. Geburtstag trotzdem den Weg in den Frankenauer Stadtteil gefunden hatte, freut sich über den Beginn der Arbeiten. Der Nationalpark baut die Kellerwalduhr mit Unterstützung des Landes. „Die neue Kellerwalduhr ist kein einfaches Projekt. Aber durch die gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro, der Stadt Frankenau und allen übrigen Behörden ist es gelungen, den Bau in die Tat umzusetzen“, sagte Bauer. Auf die Frage, wann erstmals Ausstellungen im Info-Gebäude besichtigt werden können, sagte er: „Zunächst wird die Fläche hergerichtet. Es ist geplant, dass im Frühjahr 2016 der Bau der Kellerwalduhr startet. Der Info-Punkt soll im gleichen Jahr fertig werden. Wir werden auch alles versuchen, 2016 schon die ersten Ausstellungen zu eröffnen. Wir können aber noch nicht sagen, ob uns das auch gelingt.“

Die Stadtverordnetenversammlung am Montag, in der bei zwei Enthaltungen grünes Licht für den Bau der neuen Kellerwalduhr gegeben wurde, war außerplanmäßig angesetzt worden. Grund: Die Rodung der für den Bau benötigten Fläche kann nur noch bis 15. Oktober umgesetzt werden. „Danach ist der Schutz der Haselmaus nicht mehr gegeben. Diese fällt zwischen Mitte und Ende Oktober in Winterstarre und kann dann nicht mehr vor den Rodungsmaschinen flüchten“, erklärte Ulrike Maier vom zuständigen Planungsbüro. Maier gab damit auch einen Hinweis darauf, warum es am Ende vier Jahre gedauert habe, um Baurecht zu bekommen. „Das Bau-Gebiet ist sensibel“, sagte sie. Es hätten bei der Planung viele Aspekte, gerade auch im natur- und artenschutzrechtlichem Bereich, berücksichtigt werden müssen.

Von Philipp Daum

Was SPD-Fraktionschef Holger Kohlepp zum Start der Bauarbeiten sagte, wie die CDU das Planungsvorgehen kritisierte und mehr Hintergründe zur Kellerwalduhr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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