Tagesstätten in Waldeck-Frankenberg

Kitas sollen am 2. Juni öffnen - Immer mehr nehmen Notbetreuung wahr

Ab 2. Juni sollen die Kitas wieder öffnen, zumindest eingeschränkt. So hat es Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigt.

Ein herkömmlicher Betrieb wie vor den Kita-Schließungen ist aber noch nicht absehbar. Auch ein eingeschränkter Regelbetrieb wird nach Aussagen von Erzieherinnen und Trägern aufwendig werden.

Bereits jetzt sind rund zehn Prozent der Kinder in der Notbetreuung. Und der Anteil steigt wöchentlich. In Waldeck-Frankenberg sind insgesamt regulär 5808 Kinder in den Kindertageseinrichtungen angemeldet. Derzeit befinden sich nach Auskunft des Fachdienstes Jugend beim Kreis rund 600 Kinder in der Notbetreuung. Die Zahlen werden dort wöchentlich gemeldet.

Stetig sind in Hessen mehr Berufe in die Liste aufgenommen worden, für die eine Notbetreuung möglich ist. „Den größten Zuwachs in der Notbetreuung hat es gegeben, seitdem alleinerziehende Berufstätige die Notbetreuung in Anspruch nehmen dürfen“, erklärt Christian Rehkate vom Zweckverband der evangelischen Kitas Nordwaldeck. Doch längst nicht alle, für die dieses Angebot gilt, nehmen es auch in Anspruch. „Vor allem die dörflichen Strukturen erleichtern es vielen Eltern, die Betreuung selbst zu organisieren.“

Fünf Kinder pro Gruppe

Würden alle von ihrem Recht Gebrauch machen, würden die Kapazitäten nicht ausreichen. „Wir haben mehr Anspruchsberechtigte als freie Plätze“, sagt Rehkate. Denn in der Notbetreuung ist eine Erzieherin oder ein Erzieher für höchstens fünf Kinder zuständig, um die Kontakte gering zu halten. Somit würde mehr Personal gebraucht als verfügbar sei.

Ute Jennemann,  Leiterin Sozialamt Korbach

Eine einheitliche Regel für die Gruppengröße gebe es in Hessen noch nicht, erläutert Ute Jennemann vom Sozialamt in Korbach. Wird die Notbetreuung ausgeweitet und ab Juni der Regelbetrieb eingeführt, müssen die Gruppen gegebenenfalls vergrößert werden. Auch bei den Hygieneregeln habe es keine landesweiten Vorgaben gegeben. Diese hätten die Träger selbst erarbeitet. 

Jennemann rechnet damit, dass als nächstes bevorzugt Kinder mit besonderem Förderbedarf aufgenommen werden könnten. Außerdem die vielen Vorschulkinder, wodurch eine andere Gruppenstruktur nötig wäre. 

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