1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Zertifikate für kleine, neugierige Forscher in der Kindertagesstätte Wrexen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Mit der selbstgebastelten Rakete haben die Kinder sehr viel Spaß. Rechts im Bild Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher. Neben ihr im Hintergrund Erzieherin Ina Stahlschmidt.
Mit der selbstgebastelten Rakete haben die Kinder sehr viel Spaß. Rechts im Bild Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher. Neben ihr im Hintergrund Erzieherin Ina Stahlschmidt. © Barbara Liese

Das „Wrexer Märchenhaus“ wurde zum Haus der kleinen Forscher zertifiziert.

Diemelstadt-Wrexen – Dem sechsjährigen Luuk gefällt das Mikroskop am besten. Immer wieder findet er etwas Neues, das er betrachten kann. Haylie ist ein bisschen enttäuscht, dass er keine Bakterien an ihren Händen erkennt. Verena beobachtet genau, was mit einer Kerze passiert, wenn man ihr den Sauerstoff entzieht.

Team kleiner Forscher

Sie alle sind Teil des Teams kleiner Forscher der Wrexener Kita Märchenhaus. 15 Jungen und Mädchen haben mit der Lösung verschiedener Aufgaben rund um die sogenannten MINT-Fächer einen Forscherpass und ein Diplom erhalten.

Dem Alter angepasste Aufgaben zu MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wecken die kindliche Neugier, fördern Lern- und Denkfreude. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ sieht in guter früher MINT-Bildung den Schlüssel, damit sich Mädchen und Jungen den Herausforderungen einer komplexen Welt besser stellen können.

Das macht ihnen Spaß

Diese großen pädagogischen Ziele sind den Kindern in Wrexen egal. Sie haben Spaß daran, immer wieder andere Aufgaben zu lösen, allein und gemeinsam und vor allem jedes Mal mit dem Gefühl, etwas ganz Besonderes verstanden zu haben.

Das neuerliche Zertifikat für das „Haus der kleinen Forscher“ übergab Anja Jesinghausen von der Industrie- und Handelskammer Waldeck Frankenberg. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher lässt sie sich auch erklären, warum die Wasserfarbe auf einer Kaffeefiltertüte zerläuft und wie man nach dem Trocknen einen wunderschönen Schmetterling daraus bastelt.

„Haus der kleinen Forscher“

Es ist schon die dritte Zertifizierungsplakette zum „Haus der kleinen Forscher“, die Heidemarie Friele, Leiterin der Kita, in Empfang nehmen konnte. 2018 hatte sich das Team zum ersten Mal um die Auszeichnung beworben und alle Voraussetzungen erfüllt. „Wir haben, die MINT - Themen als festen Bestandteil in den Alltag der Kita integriert, unsere Projekte dokumentiert und regelmäßig an Fortbildungen teilgenommen“.

„Forschen und Entdecken im Alltag“, heiße, dass die Fragen der Kinder im Vordergrund stehen. Durch eigene Beobachtungen, selbstständiges Arbeiten, Auspropieren und Überprüfen können sie eigene Erkenntnisse in Wissen umwandeln.

Das liefert der Alltag

Friele: „Es ist wichtig, dass sie Dinge des Alltags als Forschungsgegenstand erleben. Wie viel Wasser kann zum Beispiel ein Handtuch aufsaugen? Was können Geräusche verraten? Wie macht man Musik mit Wassergläsern? Es gibt so viel, was man machen kann. Sogar mit den ganz Kleinen kann man schon forschen.“

Am Ende der Forschungsstunden sollen die Erfolge mit einer selbstgebastelten Rakete gefeiert werden. Eine leere Plastik- und Sektflasche, ein Plastikschlauch, ein zusammengerolltes Papier und kleine Befestigungen: schon ist die Rakete fertig.

Das bieten Experimente

Sie „zündet“, wenn man auf die Plastikflasche tritt und damit die Papierrolle mit einem kleinen Knall in die Luft schießt. Wer gesehen hat, wie viel Spaß diese Rakete den Kindern macht, wird sich fragen, warum man überhaupt noch Geld für Feuerwerk ausgibt. (Barbara Liese)

Auch interessant

Kommentare