Zum Tag des Energiesparens

Klimaschutzmanager  gibt Tipps für den Alltag: So wird Geld gespart

+

Frankenberger Land. Donnerstag steht als „Tag des Energiesparens“ im Zeichen des Klimaschutzes.

Die HNA sprach mit Rainer Zollner, Klimaschutzmanager für die Gemeinden des Oberen Edertals, über Tipps, mit denen jeder im Alltag helfen kann, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß (CO2) zu reduzieren.  „Durch eine Anpassung der Gewohnheiten und des Verhaltens kann man sowohl Klima als auch Geldbeutel schonen“, sagt Zollner.

Ausschalten statt Stand-By: Der Stand-By-Betrieb elektronischer Geräte kostet Strom und Geld. „Es empfiehlt sich, Fernseher, Computer oder Notebook komplett abzuschalten, auch mehrere auf einmal mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste.“ Mögliche Ersparnis pro Jahr bei fünf Geräten im Haushalt: 220 Kilogramm CO2 und 100 Euro.

Deckel drauf beim Kochen:  Kochen mit Deckel auf dem Topf verbraucht ein Drittel weniger Energie als ohne Abdeckung. Zudem sollte der Topf passend zur Herdplattengröße gewählt werden.

Wasserkocher statt Herdplatte: Das Wasser ist schneller heiß und es werden Energie und Kosten gespart.

Volle Spülmaschine statt Handspülen: Effiziente Spülmaschinen (möglichst voll, Sparprogramm) rauben weniger Zeit und benötigen nicht so viel Wasser wie das Spülen mit der Hand.

Stoßlüften: Ein- bis zweiminütiges Stoßlüften bei komplett geöffneten Fenstern und Querlüftung/Durchzug anstelle von Dauer-Kipplüftung sorgen in einem Haushalt pro Jahr für eine Ersparnis von 500 Kilogramm CO2 und 140 Euro.

In seinem Element: Klimaschutzmanager Rainer Zollner mit einem Messgerät für Stromverbrauch. Foto: Künemund

Dosiertes Heizen: Bei einer Senkung der Temperatur in Wohnräumen um nur ein Grad können fünf bis zehn Prozent Heizenergie und bis zu 135 Euro im Jahr eingespart werden, sagt der Klimaschutzmanager.

Effizientes Waschen: Die Waschmaschine voll, ohne Vorwäsche und nur mit der nötigsten Waschtemperatur nutzen.

Kühlschranktür geschlossen halten: Bei geöffneter Kühlschranktür entweicht am meisten Energie. „Deswegen vorher überlegen, was man entnehmen möchte und schnell wieder schließen“, sagt Rainer Zollner. Zudem würden warme Lebensmittel im Kühlschrank zu einer Steigerung des Energieverbrauchs führen, gefrorene zum Auftauen hingegen zu einer Senkung.

Duschen statt Baden: Bei einem Vollbad werden 100 bis 150 Liter Wasser benötigt, eine übliche Dusche verbraucht nur 70 bis 80 Liter.

Heizungspumpe drosseln: „Wer seine alte ungeregelte Heizungspumpe noch nicht ausgetauscht hat, sollte die Drehzahl versuchsweise auf eine niedrigere Stufe stellen. Warm wird es dann immer noch“, sagt Zollner.

Defensiv fahren: Wer mit dem Auto vorausschauend fährt, die Geschwindigkeit konstant und nicht zu hoch hält und langsam beschleunigt, kann pro 100 Kilometer etwa einen Liter Sprit sparen. Das ergibt im jahr 500 Euro weniger Benzinkosten und 1000 Kilogramm weniger CO2.

Weitere Tipps: Wäscheleine statt Trockner, Nachts Rollos schließen, Wasserhahn schließen, Elektrisches Licht nur bei Bedarf, Sparduschkopf einbauen, Fahrrad für Kurzstrecken, richtiger Autoreifendruck und Deaktivierung der Klimaanlage im Auto.

Bei Berücksichtigung der oben genannten Tipps könne in einem Haushalt jährlich eine Kostensenkung von 1500 Euro und eine Reduzierung der CO2-Emmision von 3500 Kilogramm erzielt werden.

„Abschließend sei dennoch gesagt, dass wir um den Einsatz hocheffizienter Geräte, die Sanierung veralteter Gebäude und der darin befindlichen Technik, Investitionen in erneuerbare Energien sowie eine generelle Änderung des Konsumverhaltens insgesamt nicht herumkommen, um den Lebensraum Erde auf Dauer zu bewahren“, sagt Rainer Zollner.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.