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Kloster-Trophy für „Adorfer Mädels“ und „Kleine Kneipe“ aus Fürstenberg

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Neue Prüfung: Reifen unterschiedlichsten Formats und ihre besonderen Eigenschaften stellten auch erfahrene Teilnehmer vor eine hohe Hürde.
Neue Prüfung: Reifen unterschiedlichsten Formats und ihre besonderen Eigenschaften stellten auch erfahrene Teilnehmer vor eine hohe Hürde. © Armin Hennig

Die „Adorfer Mädels“ und „Kleine Kneipe“ aus Fürstenberg haben bei der Jubiläumsausgabe der Kloster-Trophy jeweils den ersten Platz belegt. Das Sieger-Team bei den Damen kam am Ende auf 547 Punkte, die Herren sammelten 534 Punkte.

Immighausen - Besonders eng war das Finale bei den Damen. Mit nur drei Punkten weniger kamen die Lokalmatadorinnen „Flanky Bau Elite“ aus Immighausen auf Platz zwei ins Ziel. Das Team „Pegasuff“ aus Korbach sicherte sich mit 537 Zählern den dritten Platz auf dem Treppchen und damit auch einen Anteil am Preisgeld. Hinter den Siegern aus Fürstenberg kam bei den Herren das Team „Kannmanmalmachen“ aus Obernburg mit 522 Punkten auf Platz zwei. Dritter wurden die „Lümmels“ aus Hillershausen mit 519 Zählern.

Die Routiniers aus Hillershausen zählten zu den drei Urgesteinen, die bislang an jeder Kloster-Trophy teilgenommen hatten. Der MGV Immighausen und die örtliche Feuerwehr wurden von Abt „Hemmi“ ebenfalls als Gründungsmitglieder für ihre Konstanz ausgezeichnet. Als Teams mit der weitesten Anfahrt lobte das Oberhaupt der Klosterbrüder „Saures Tal“ aus Bad Driburg und die „Lahnlappen“ aus Gießen.

Drei neue Spiele sollten die Chancengleichheit zwischen Novizen und alten Hasen verbessern, die sich bereits auf die Tücken so mancher Prüfung eingestellt hatten. Beim Vorantreiben des Bobbycar-Karussells war auf den ersten Blick erkennbar, welche Truppe mühelos den Schwung aufrecht erhielt und dabei die Ziele abräumte – und wer sich beim Erstkontakt zwar redlich mühte.

Bei den Premieren „Vier gewinnt“ und dem Rollen von Reifen unterschiedlichen Formats durch Kirchenportale markierten Teamintelligenz und das „Aufeinander eingespielt sein“ den Unterschied. Bei ungestüm zu Werke gehenden Gruppen kollidierten schon mal zwei Reifen miteinander, die beide durchs Tor gegangen wären, hätte man sich vorher aufeinander abgestimmt. Bei dem Spiel „Vier gewinnt“ musste jedes Team an einer Wand ein Muster mittels bunter Steine zeichnen. Das gelang mal besser, mal schlechter. Der Anführer eines Teams ließ zum Beispiel seine Mannschaft für sich laufen, während andere Mannschaften mit dem Doppelkopf am oberen Ende der Tafel zwei Hände und viel Tempo verschenkten. Klar im Vorteil waren hier Mitglieder von Feuerwehren, die durch ihre regelmäßigen Brandschutzübungen gut aufeinander abgestimmt waren.

Im an den Film „Der erste Ritter“ angelehnten Parcours mit Bällen, die zwischen Hindernissen durchgebracht werden mussten, spielten dagegen Mut und persönliche Geschicklichkeit jedes einzelnen Mitglieds des Teams die Hauptrollen. Bei dieser simultan ausgetragenen Prüfung passierten die offensichtlich besser aufeinander abgestimmten Frauenteams durchweg deutlich schneller und müheloser die finale Limbostange, was wohl die Punkte-Differenz in der Endabrechnung erklärte. Der Sportsgeist hatte zahlreiche Teilnehmer auch bei der anschließenden Feier im Festzelt nicht verlassen. Es wurde getanzt und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Durch die Corona-Pandemie hatte die Kloster-Trophy zweimal nicht stattfinden können. Am Samstag kam es daher zur 25. Auflage – und damit zum Jubiläum. In der Hoffnung, dass es nie mehr eine so lange Pause zwischen zwei Kloster-Trophys gibt, überreichte Bürgermeister Henning Scheele ein Flachgeschenk zur Förderung des weiteren Bestands Immighäuser Kulturguts. Der Verwaltungschef wurde im Gegenzug auch in eine Kutte gesteckt und in den Orden aufgenommen.

Von Armin Hennig

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