Sturm: Stromausfälle, gesperrte Straßen und Baum auf Gleisen

Baum auf Hausdach: Sturm „Niklas“ hat am Dienstagmittag im Schwedensteinweg in Frankenberg einen Stamm aus einer Thuja-Baum-Gruppe herausgebrochen, der auf ein Haus stürzte. Die Frankenberger Feuerwehr entfernte den Stamm.  Foto: Biedenbach

Waldeck-Frankenberg. Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen, eine blockierte Bahnstrecke und Stromausfälle – das ist für den Landkreis die vorläufige Bilanz des Sturms „Niklas“, der am Dienstag über Waldeck-Frankenberg fegte. Polizei, Feuerwehren und Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz.

Größere Schäden blieben laut Polizei aus.

Grund für den Stromausfall am Dienstagmorgen im Raum Battenberg war ein umgestürzter Baum in einer 20kV-Leitung im Bereich des Umspannwerks Battenfeld/Hatzfeld, berichtete der Energieversorger EAM. Rund 5000 Einwohner in Battenfeld, Berghofen, Hatzfeld, Holzhausen, Laisa und Wollmar waren zwischen 8.44 und 9.53 Uhr ohne Strom.

Aktualisiert um 16.43 Uhr

Mitarbeiter der EAM konnten die Störung durch Umschaltungen im Stromnetz beheben. Im Netzgebiet der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) sorgten umgestürzte Bäume für Stromausfälle in den Bereichen Bad Arolsen, Diemelsee, Edertal, Korbach, Lichtenfels, Twistetal und Waldeck. „Zeitweise blies der Wind so stark, dass Arbeiten an den Freileitungen in einer Höhe von rund zwölf Metern einfach nicht möglich waren“, sagte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller.

Durch umgestürzte Bäume kam es zu Behinderungen und Sperrungen auf mehreren Straßen, unter anderem auf den Bundesstraßen 253 zwischen Eifa und Biedenkopf sowie 252 zwischen Bottendorf und Ernsthausen und am Abzweig nach Marienhagen. Wegen eines Baums auf der Bahnstrecke Korbach-Arolsen konnte ein Zug nicht weiterfahren.

In Bad Arolsen fiel eine Schrankenanlage aus und blieb geschlossen, in Frankenberg fielen Ampeln aus. Die Frankenberger Feuerwehr rückte am Dienstagmittag in den Schwedensteinweg in der Kernstadt aus. Dort war ein Thuja-Baum auf ein Haus gestützt und hatte einige Ziegeln und den Schneefang am Dach beschädigt. In Helsen stürzte eine Fichte auf ein Auto.

Die Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes gilt noch bis Dienstag 20 Uhr. Vereinzelt sind sogar Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich. Laut DWD (Offenbach) nimmt der Wind aus westlicher Richtung deutlich zu. Dabei treten am Dienstag tagsüber verbreitet Böen der Stärke 8 bis 9 (70 bis 85 km/h) auf, bei Kaltfrontdurchgang im Laufe des Vormittags sowie mit nachfolgend zunehmender Schauertätigkeit treten zeitweise auch Böen der Stärke 10 (90 bis 100 km/h) auf. Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich.

Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. „Schließen Sie alle Fenster und Türen. Sichern Sie Gegenstände im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, heißt es in der Warnmeldung, die am frühen Dienstagmorgen aktualisiert wurde.

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