DGH-Kneipe in Haubern: Stadt sucht neuen Pächter

Mit leeren Gläsern am leeren Zapfhahn: Der Magistrat der Stadt Frankenberg und der Ortsbeirat Haubern suchen für die Gastwirtschaft im Dorfgemeinschaftshaus in Haubern einen neuen Pächter, (von links) Ortsvorsteher Karl-Heinz Wolski, Armin Hesse, Günter Noll, Ute Hesse und Rolf Eckel. Foto:  mjx

Haubern. In der Dorfkneipe im DGH in Haubern gibt es schon seit mehr als einem halben Jahr kein Leben mehr. Das soll sich wieder ändern.

Die Stadt Frankenberg als Besitzer der Immobilie und der Ortsbeirat suchen für die Gastronomie einen neuen Pächter.

Der bisherige Betreiber Dieter Lang hatte den Vertrag mit der Stadt zum 1. Juni dieses Jahres aus privaten Gründen gekündigt, seitdem steht die Gastwirtschaft leer. „Hier konnte man immer hören, was im Dorf los ist, das fehlt im Moment", sagt Armin Hesse vom Ortsbeirat bei einem Ortstermin.

Die Voraussetzungen, dass ein neuer Pächter die Kneipe des Dorfgemeinschaftshauses in Haubern übernimmt, sieht Ute Hesse vom Magistrat der Stadt als sehr gut an: Mit der Sanierung des Gemeinschaftshauses im Zuge der Dorferneuerung vor sieben Jahren wurde auch die Kneipe renoviert, zudem verfügt die Wirtschaft über einen modernen Küchenbereich. Auch einen Pizza-Ofen gibt es.

„Wir hatten hier immer eine gut gehende Kneipe“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Wolski. Dabei erinnert er an das rege Vereinsleben im Dorf. Acht Vereine gibt es in Haubern, von der Feuerwehr über die Landjugend bis zum Sportverein. Alle haben die Kneipe immer gerne genutzt - für nette Gespräche, für Stammtische und auch für Vereinssitzungen. Während der Woche und vor allem auch an den Wochenenden wurde dort auch gemeinsam Fußball geschaut - Champions-League und Bundesliga.

Seit der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses am 1. Dezember 1976 war die Wirtschaft immer verpachtet. In diesen knapp 40 Jahren gab es bislang nur fünf Pächter: Erich Kesper, Bernd Kumpmann, Pal Brar, Annemarie Wollmer und zuletzt Dieter Lang.

Die Gastwirtschaft im Dorfgemeinschaftshaus wurde zuletzt unter dem Namen „Zum Hirtenplatz“ geführt. In der Kneipe gibt es 40 Sitzplätze, für die Gastronomie können auch der große Saal des Hauses und die beiden Vereinsräume genutzt werden - beispielsweise für kleinere oder größere Familienfeiern. „Seitdem die Kneipe hier vakant ist, haben einige Familienfeiern auch schon auswärts stattgefunden“, bedauert Ute Hesse vom Magistrat, die selbst in Haubern wohnt.

Früher gab es einmal fünf Kneipen in Haubern, die letzte Dorfkneipe wurde am 1. August 1987 geschlossen. Inzwischen ist die Gastwirtschaft im DGH die einzige im Ort. Auch eine Kegelbahn gibt es dort, wenn auch nur mit einer Bahn. (mjx)

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