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Kirchenkreis übergibt Erntedank-Spenden in Korbach und Bad Arolsen an die Tafeln

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Zwei volle Einkaufswagen und mehrere Kisten spendeten allein die Menschen aus der Korbacher Stadtkirchengemeinde. Die Ladung wurde stellvertretend für alle Gemeinden von Pfarrer Markus Heßler (rechts) an Hartmut Henkel, Renate Helling und Ingrid Niehaus (von links) von der Korbacher Tafel übergeben.
Zwei volle Einkaufswagen und mehrere Kisten spendeten allein die Menschen aus der Korbacher Stadtkirchengemeinde. Die Ladung wurde stellvertretend für alle Gemeinden von Pfarrer Markus Heßler (rechts) an Hartmut Henkel, Renate Helling und Ingrid Niehaus (von links) von der Korbacher Tafel übergeben. © Kirchenkreis Twiste-Eisenberg/pr

Der Evangelische Kirchenkreis Twiste-Eisenberg und seine Gemeinden hatten in der Woche vor Erntedank zum Spenden aufgerufen und die Resonanz war überwältigend: Körbeweise Lebensmittel kamen von Gemeindemitgliedern zusammen und die Mitarbeiterinnen der Tafeln in Korbach und Bad Arolsen nahmen die Spenden dankbar entgegen.

Korbach - Allein von der Korbacher Stadtkirchengemeinde überbrachte Pfarrer Markus Heßler zwei randvoll beladene große Einkaufswagen sowie mehrere große Kisten an haltbaren Lebensmitteln. Allen voran gab es große Mengen an Nudeln, Reis und Mehl, aber auch frisches geerntetes Obst war dabei.

„Wir freuen uns sehr über diese Initiative des Kirchenkreises, denn die Liste der Menschen, die auf einen Berechtigungsschein für die Korbacher Tafel warten wird immer länger“, sagt Renate Helling, Vorstandsmitglied der Korbacher Tafel. Derzeit lägen in Korbach 55 Neuanträge vor, die im Moment noch nicht bedient werden können. Allein in der vergangenen Woche seien elf weitere hinzugekommen. Die Korbacher Tafel hilft immerhin rund 240 Familien mit rund 600 Einzelpersonen bei ihrer täglichen Versorgung.

Der Krieg in der Ukraine mit seinen vielen geflüchteten Menschen und gestiegene Lebenshaltungskosten treiben immer mehr Menschen in die Existenznot. Sie alle sind auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen. Die Waren stammen nicht nur aus privaten Spenden, auch Supermärkte sowie Lebensmittelhersteller und Bäckereien beliefern die Tafeln mit Lebensmitteln, die kurz vor dem Ablaufdatum sind, mit Obst und Gemüse, das kleine Schönheitsfehler hat oder mit Backwaren vom Vortag, die nicht mehr ins Verkaufsregal können.

„Für uns war der Spendenaufruf in den Gemeinden des Kirchenkreises eine gute Gelegenheit, direkt den Menschen vor Ort zu helfen“, sagt Dekanin Eva Brinke-Kriebel. Sie dankt allen von Herzen, die sich daran beteiligt haben und betont: „Auch hier steht Kirche immer wieder in der Pflicht, sich gesamtgesellschaftlich zu engagieren.“

Rund 30 Frauen und Männer unterstützen den Verein „Korbacher Tafel“ und stehen jeweils dienstags und donnerstags bereit. Viele von ihnen sind schon seit vielen Jahren dabei, unter anderem die fast 90-jährige Ingrid Niehaus, für die es seit 2006 eine Herzensangelegenheit ist, den Menschen zu helfen, für die das tägliche Brot keine Selbstverständlichkeit ist.

Jeweils am Dienstag und am Donnerstag können in Korbach Lebensmittelspenden aus privater Hand abgegeben werden. Auch Haushaltsutensilien, Hygieneartikel und sehr gut erhaltene Kleidung sind willkommen.

Gut die gleiche Menge an Nahrungsmitteln aus der Spendenaktion des Kirchenkreises ist an die Tafel nach Bad Arolsen gegangen, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet. Auch hier war der Dank der ehrenamtlich Engagierten groß.  red

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